Loy Wenn man Menschen für eine Idee begeistern will, muss man sich an die Jägerinnen im Ammerland halten. Kreisjägermeisterin Talke Ruthenberg und ihre Mitstreiterinnen hatten Frauen aus dem Ammerland aufgerufen, mal mit einer professionellen Jägerin einen Morgen- oder Abendansitz zu erleben.

„Wir wurden überrollt von Anfragen“, berichtet Talke Ruthenberg. Geplant war eigentlich ein 1:1-Verhältnis: eine Jägerin, ein Gast. „Das war nicht zu machen. Manchmal saßen auch drei Frauen auf dem Hochsitz“, sagt die Kreisjägermeisterin. Bei der Aktionen seien sämtliche Berufsgruppen vertreten gewesen.

Auf dem Hochsitz

Bis zu vier Stunden saß man gemeinsam auf dem Hochsitz und genoss die Ruhe oder führte gute Gespräche. Letzteres ist natürlich verpönt, wenn man einen Acht­ender erwischen will. „Wenn Frauen zusammen sind, kann man nicht verhindern, dass es auch schon mal um Wildbret und Rezepte geht“, meint Jägerin Marlene Grimm. „Das Wild in freier Natur führt ein artgerechtes Leben und wird stressfrei vom Leben in den Tod geführt“, sagt Marlene Grimm.

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Jetzt kamen alle beteiligten Frauen zusammen, um auf dem Hof vom Fleischermeister (und Jäger) Thomas Janssen und Monika Junker unter abendlicher Sonne gemeinsam zu grillen und sich über das Erlebte auszutauschen. Natürlich gab es Steaks, Würste und Spieße vom Damwild, vom Schwarzwild (Wildschwein) und vom Rehwild. Janssen hatte alles in seiner professionellen Wildkammer selbst zubereitet.

Ilka Henken hatte bei der Aktion Insa Franze „zu Gast“ auf dem Hochsitz. Jägerin Henken hatte einen Blatter dabei, ein Instrument, das das Fiepen eines Rehbocks imitiert, wenn er eine Ricke begehrt. Und tatsächlich, in einiger Entfernung zeigte sich das eine oder andere Reh. Dabei hatte Henken auch die Gelegenheit, Insa Franze ihr Schussgerät zu erklären.

„Das Gewehr hat ein ganz schönes Gewicht“, stellte Insa Franze fest. Beide machten die Erfahrung: „Auf dem Hochsitz zu sitzen, ist wie Meditation. Man ist ganz bei sich.“ Insa Franze sah dabei zum ersten Mal in ihrem Leben schwarze Rehe, wie sie berichtete.

Katja Rothmann war mit der Jägerin Annika Jeddeloh „auf Pirsch“. „Ich schätze die Ruhe auf dem Hochsitz, aber auch die Möglichkeit der Jäger, die Natur mitzugestal-ten“, sagte die Ärztin. Ein guter Freund von ihr hatte ihr zum Geburtstag einen „echten“ Ansitz geschenkt, worauf sie sich schon besonders freut. Annika Jeddeloh hatte sogenannte Mäusepfeifen dabei. „Die keineswegs die Mäuse anlocken, sondern eher die Füchse“, erzählte sie.

Um Verständnis werben

Die Ammerländer Jägerschaft wollte mit dieser Aktion um Verständnis für die Arbeit der Jägerinnen und Jäger werben. „Die Jägerinnen und Jäger haben mehr Aufgaben als nur das Wild zu töten, es geht auch um das Hegen und Pflegen der Natur“, betonte Talke Ruthenberg.

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