Westerstede Westerstede ist eine Gesundheitsstadt. „Wohl eher nicht“, widerspricht Klaus Rieger. Zwar tue die Stadt viel dafür, dass die Innenstadt mit Brunnen und Blumen besonders für Touristen schön bleibe, so der 78-Jährige. Jedoch würden ältere Menschen, besonders außerhalb des Stadtzentrums, nicht bedacht werden.

Besonders schmerzhaft wurde Klaus Rieger das bewusst, nachdem er eine Operation am Rücken hinter sich hatte. „Ich durfte zehn Tage lang kein Fahrrad fahren. In die Stadt musste ich laufen.“ Allein für Hin- und Rückweg waren dies vier Kilometer – jeden Tag. Dabei fiel ihm auf: Auf der gesamten Strecke gibt es keine Sitzbank.

Ob die Kuhlenstraße, Am Flutter oder die Max-Eyth-Straße – nirgends gebe es eine Möglichkeit, sich hinzusetzen. „Dabei hätte ich zwischendurch eine Pause gebraucht, um mich auszuruhen“, beklagt der 78-Jährige. Vor allem, weil er nach der Operation am Rücken Schmerzen hatte. Klaus Rieger wohnt Am Flutter. „Ein Bus hält hier nicht“, sagt er. Dabei wäre ein Bus seiner Meinung nach ebenfalls ein Lösungsansatz, um den Weg in die Stadt für Senioren zu erleichtern. Klaus Rieger möchte in erster Linie jedoch eines erreichen: mehr Rücksicht auf ältere Menschen.

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Auf Nachfrage der NWZ  gibt Paul Eckholt von der Stadt Westerstede an, dass das Problem bereits bekannt ist: „Das Thema Sitzbänke in Westerstede ist bereits häufiger Gegenstand von Anfragen und Beratungen in den städtischen Gremien gewesen“, erklärt er. Es stehe immer wieder auf der politischen Agenda; oft fehle es aber am geeigneten Platz. Derzeit werde an einer „lösungsorientierten Umsetzung“ gearbeitet, und bei „passenden Gelegenheiten werden neue Sitzgelegenheiten aufgestellt“, so Eckholt weiter. Im kommenden Jahr solle das Angebot an Sitzbänken erweitert werden.

Auch beim Ortsbürgerverein ist man sich des Problems bewusst, wie der Vorsitzende Hermann Nee berichtet. „Wir haben bereits in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat und dem Bauhof einige Bänke erneuert. Allerdings hauptsächlich im Innenstadtbereich.“

Straßen in Wohngebieten, wie die Max-Eyth-Straße, habe man dabei aber nicht bedacht. Dort gibt es neben den Kosten – für eine hochwertige Bank werden laut Nee etwa 1700 Euro fällig – noch ein Flächenproblem. „Es muss erst einmal eine passende Örtlichkeit gefunden werden. Dort gibt es hauptsächlich Privatgrundstücke.“ Grundsätzlich sei man aber für alle Anregungen offen.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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