RASTEDE Der Aufenthalt auf den Tribünen war dem Publikum verboten: Sicherheitszone. Allerdings: Ein Zusammenstoß zwischen Mensch und Maschine wäre relativ harmlos geblieben, wogen die kleinsten Maschinen, die in der Nähe der Sitzreihen starteten, doch nur 15 Gramm.

Allerdings waren auch „großkalibrige“ Flugzeuge am Start, als der Rasteder Modellflugclub „Möwe“ in der Mehrzweckhalle an der Feldbreite seinen „Indoor“-Flugtag veranstaltete. Die Rasteder Clubmitglieder, aber auch die Gäste aus den Vereinen Oldenburg-Edewecht und Ocholt, die als Mitveranstalter auftraten, boten die ganze Palette der Maschinen, die eigens für Innenräume angefertigt wurden.

Zuschauer fasziniert

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Freigegeben waren Starts und Landungen für Hubschrauber von ganz klein bis groß, Jet-Modelle, Doppeldecker oder libellenähnliche Maschinen. Sie segelten durch die Halle, schwebten senkrecht vor den Piloten oder drehten Loopings unter der Hallendecke – angetrieben von winzigen Motoren. Ein Hobby, das auch die Zuschauer auf den voll besetzten Gallerien faszinierte.

Aufwändig ist die Technik, die sich im Inneren der Maschinen verbirgt: Filigrane Steuerungen, ferngesteuert von den Piloten am Boden. „So ein Steuergerät kann schon ’mal 1000 Euro kosten“, weiß Bodo Wittje, der so manchen Euro in sein Hobby steckt und noch mehr Zeit investiert. Und auch sein Bruder Olaf ist vom „Virus Modellsport“ befallen. „Rauchen ist teurer“ setzt er die Priorität auf die Mini-Flieger.

„Weil man verrückt ist“

Warum man sich mit dieser Bastelei und Fliegerei beschäftigt, erklärt Friedrich Wilhelm Meyer aus Großburgwedel bei Hannover auf seine Weise: „Weil man verrückt ist.“ Was nicht stimmt, denn Meyer setzt sein Fachwissen ganz gezielt ein. Er ist Gymnasiallehrer – und „Fluglehrer“ in Arbeitsgemeinschaften seiner Schule. „Das ist ein Sport für die Kinder und Jugendlichen, der sie Computerspiele ganz schnell vergessen lässt“, betont Meyer. Und „so nebenbei“ lernen die Mädchen und Jungen alles über Aerodynamik und physikalische Zusammenhänge. Wobei seine Maschinen nicht einmal teuer sind. Einen Flieger hat er aus Styropor (drei Millimeter starke Wanddämmung) und dem Deckel eines Bechers Erdbeerquark zusammengebaut. Und auch der große Adler ist Marke Eigenbau – und so echt, dass sogar die Krähen darauf herein fallen.

Kamera folgt noch

Jetzt will Meyer dem motorisierten Vogel noch eine Kamera verpassen, „dann kann ich ihn auch durch die Straßen schicken.“

Ebenfalls dem Modellflug verschrieben hat sich Dr. Stefan Schmitt aus Edewecht, und auch seine Maschine zeichnet sich durch besondere Raffinesse aus, denn sie hat eine Bonbon-Abwurftechnik. „Wenn dann die Gummibärchen über dem Garten abgeworfen werden, dann sind die Kinder glücklich – und Papi auch.“

Bilder: www.NWZonline.de/

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