Wiefelstede Von der Wiefelsteder Kläranlage werden mehr Geruchsemissionen in die nähere Umgebung abgegeben als zulässig sind. Das hat die von der Gemeinde und der EWE als Betreiber der Kläranlage in Auftrag gegebene Geruchsuntersuchung ergeben. Vertreter der EWE stellten die Untersuchung am Montagabend im Wiefelsteder Bau- und Umweltausschuss vor.

Vor allem in zwei untersuchten Bereichen östlich ( etwa Eingangsbereich „Am Brinkacker“ bis zur Hauptstraße sowie südlicher Teil Hörner Straße) und südöstlich (Bereich Kirchweg/Eisenstraße, ausschließlich Gewerbetreibende) der Kläranlage würden Einwohner und Gewerbetreibende mit entsprechenden Gerüchen über das zulässige und hinnehmbare Maß hinaus belastet, hatte die Verwaltung bereits erste Ergebnisse in ihrer Beratungsvorlage für den Ausschuss vorgestellt. Dieser Personenkreis – so die Verwaltung weiter – decke sich jedoch nicht mit den bisherigen Beschwerdeführern: Das allerdings sei unerheblich für das weitere Vorgehen.

Auch die Vertreter der EWE sehen nach dem Ergebnis der Untersuchung eine „Handlungsnotwendigkeit“ auf der Kläranlage. Die Untersuchung habe vor allem drei Bereiche der Kläranlage als besondere „Stinker“ ausgemacht: das Rechengebäude, in dem zunächst alle Abwässer ankommen, das Ausgleichsbecken und den Schlammspeicher. Am Beispiel der Kläranlage in Westerstede, bei der durch mehrere Maßnahmen wie die Abdeckung von Becken bereits Geruchsbelästigungen sehr erfolgreich vermieden werden, zeigten die EWE-Vertreter im Ausschuss ebensolche Lösungsmöglichkeiten für Wiefelstede auf – wie etwa die Abdeckung des Ausgleichsbeckens und des Schlammspeichers. Das komplette Paket würde nach ersten Schätzungen etwa 750 000 Euro verschlingen. Rein rechnerisch könnte die Investition, würde sie auf die Verbraucher umgeschlagen, pro Person jährliche Mehrkosten in Höhe von 6,40 Euro verursachen, rechnete die Verwaltung vor.

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Hans-Dieter Schneider (SPD) erklärte nochmals, dass „wir damals bei der Erweiterung der Kläranlage einen Fehler gemacht haben, als wir die Anlage nicht verlegten. Dennoch: Ungeachtet der ermittelten Grenzwerte sei der Gestank gerade sonntagabends auch in Bereichen, bei denen die Grenzwerte unterschritten würden, „unerträglich“ – was dem Sozialdemokraten den Applaus anwesender Anwohner einbrachte.

Nach einstimmiger Empfehlung des Ausschusses soll die EWE die notwendigen Planungen zur Festsetzung der Investitionskosten beginnen und einen Zeit- und Kostenplan mit Darstellung der Gebührenentwicklung bis zum Frühjahr 2014 vorlegen. Dann soll erneut beraten und in Absprache mit den Fachbehörden entschieden werden, wann welche Maßnahmen umgesetzt werden. Bauamtsleiter Hans-Günter Siemen rechnete vor, dass mit ersten Baumaßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2014 begonnen werden könnte. Der Bau- und Umweltausschuss wird voraussichtlich im Februar erneut zum Thema tagen.

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