WIEFELSTEDE Am Freitag, 10. März, bleiben viele Praxen im Ammerland geschlossen. Für die Versorgung in Notfällen sei gesorgt, sagt der Vorsitzende des Ärzteforums, Dr. Siegfried Scholz.

Von Frank Jacob WIEFELSTEDE - Dr. Siegfried Scholz sitzt inmitten eines Aktenberges. „Der staatliche und bürokratische Einfluss auf unsere Tätigkeit hat ein unerträgliches Maß erreicht und macht heute etwa ein Drittel der Arbeitszeit aus“, sagt der Vorsitzende des Ärzteforums Rastede-Wiefelstede und verdeutlicht: „Diese Zeit fehlt uns für die medizinische Betreuung unserer Patienten.“

Die Konsequenzen der neuesten Entwicklungen in der Gesundheitspolitik wirken sich belastend auf die Arbeit der Ärzte aus. Am kommenden Freitag, 10. März, bleiben die Praxen im Ammerland nun geschlossen. An diesem Tag nehmen die Ärzte im Harmonie Hotel Oldenburg an einer Fortbildungsveranstaltung der Bezirksstelle Oldenburg der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen teil, um sich über eventuelle Auswirkungen des Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetzes und weitere gesetzgeberische Maßnahmen zu informieren.

In dringenden Fällen stehen die Patienten am Freitag freilich nicht vor verschlossener Tür. „Für eine Notfallversorgung ist selbstverständlich gesorgt“, sagt Dr. Scholz. In Wiefelstede übernimmt Dr. Frank Seidel von 8 bis 18 Uhr den Notdienst, in Rastede ist von 8 bis 15 Uhr Dr. Peter Streckenbach im Einsatz. Ab 15 Uhr übernimmt Dr. Wolf-Dietmar Röcher den Dienst.

Über die Ergebnisse der Fortbildungsveranstaltung am Freitag will das Ärzteforum Patienten bei einem Informationsabend unterrichten. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 15. März, ab 18 Uhr im Hof von Oldenburg in Rastede statt. Das Thema lautet: „Was droht dem Patienten durch die Gesundheitsreform?“

Dort könnte unter anderem das Stichwort Disease-Management-Programm fallen. Hierbei handelt es sich um ein von den Krankenkassen initiiertes Programm, in das Krankheitsbilder wie Diabetes aufgenommen werden. Das Informations- und Datenmaterial nehme allerdings in diesem Umfang nicht erforderliche Ausmaße an, sagt Dr. Scholz und verweist auf Studien, die belegt hätten, dass solche Datensammlungen nicht zu einer Verbesserung der Qualität der ärztlichen Versorgung beigetragen hätten. Überdies: Die Ärzte im Ammerland arbeiten bereits Hand in Hand in Qualitätszirkeln zusammen, betont Dr. Scholz.

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