Ipwege Rund 20 Millionen Euro investiert die Vierol AG in ein zweites Logistikzentrum am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord in Ipwege. Wie der Autoteile-Spezialist aus Oldenburg am Freitag mitteilte, soll mit dem Bau im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung soll im Herbst 2019 erfolgen.

Kunden in mehr als 125 Ländern

Die 1977 gegründete Vierol AG ist ein international tätiger Automobilzulieferer mit Tochtergesellschaften in New Jersey, Shanghai und Singapur. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Sitz in Oldenburg hat sich auf elektronische und mechanische Fahrzeugteile spezialisiert und beliefert Kunden in mehr als 125 Ländern. Am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord in Ipwege betreibt das Unternehmen ein Logistiklager. Ein zweites soll ab Herbst 2018 in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen.

Ein rund 20 000 Quadratmeter großes Grundstück hatte die Vierol AG bereits Ende 2015 von der Gemeinde Rastede gekauft. Gebaut werden sollte eigentlich schon ab 2017. Das schnelle Wachstum des Unternehmens, insbesondere die immer größer werdenden Artikelsortimente durch neue Produktgruppen und Technologien in digitalisierten Fahrzeugen, habe zwischenzeitlich aber eine Konzeptänderung bei der Bauplanung notwendig gemacht, heißt es in der Mitteilung der Vierol AG.

Als bei einem schweren Sturm im vergangenen Herbst das bereits aufgestellte Bauschild weggeweht worden war, waren dann Fragen aufgekommen, ob überhaupt noch gebaut wird. „Wir haben den Bauantrag eingereicht und werden dort auf jeden Fall mit dem Bau beginnen“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Vierol AG, Ulf Koschig, am Freitag.

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Auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Grundstück soll demnach ein etwa 9000 Quadratmeter großes, zweites Logistikzentrum entstehen. Es soll Platz für 95 000 Stellplätze im automatischen Kommissionierlager und 15 000 Palettenstellplätze im 25 Meter hohen, elektronisch gesteuerten Hochregallager bieten. Damit werde die Lagerkapazität verdoppelt. Zudem würden 50 bis 60 neue Arbeitsplätze entstehen, sagte Koschig.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Standort betreibt die Vierol AG bereits seit 2006 ein Logistikzentrum. Dieses soll zu einem Dienstleistungszentrum für Produktentwicklung und die Fertigung von Konfektionsprodukten ausgebaut werden.

Das Unternehmen denke dabei etwa über den Einsatz von 3D-Druckern nach, um einzelne Teile kurzfristig vor Ort produzieren zu können, sagte Koschig. Entwickelt werden sollen aber auch komplette Reparatursätze für Autos. Überdies sollen künftig Erklärvideos zur Wartung von Fahrzeugen und anderen mechanischen Fragen für Youtube produziert werden.

Soeben abgeschlossen wurde derweil der Bau der „Vierol Academy“, eines Schulungs- und Präsentationscenters für Mitarbeiter und internationale Kunden. Es soll in der kommenden Woche eingeweiht werden.

Zuletzt hatte die Vierol AG im Jahr 2016 ihr bestehendes Zentrallager am Schafjückenweg in Ipwege mit einem Volumen von 1,1 Millionen Euro erweitert. Es war bereits die dritte Erweiterung des Standortes. Da die Kapazitäten dort vollständig erschöpft waren, hatte sich das Unternehmen entschieden, ein zweites Logistikzentrum unweit des bestehenden Standortes zu bauen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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