Nethen Igitt! Jolina verzieht das Gesicht. „Das schmeckt aber nicht so lecker wie unser normales Trinkwasser“, findet die Achtjährige. Das Mädchen hat im Wasserwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) in Nethen gerade eine Kostprobe genommen. Und die schmeckt ihr so gar nicht. Das ist aber auch kein Wunder: Noch wurde das Eisen nicht herausgefiltert.

„Das Wasser schmeckt deshalb so ähnlich wie Blut“, erklärt Anja Kobbe. Sie führt an diesem Sonntag viele Gäste durch das Wasserwerk. Der OOWV hat dort zum Tag der offenen Tür eingeladen. Jolina ist mit ihren Eltern dabei. „So etwas sieht man ja nicht jeden Tag“, sagt Papa Sebastian Norder. Vor allem die Zahlen beeindrucken ihn. In den riesigen Behältern im Werk lagern rund zehn Millionen Liter Wasser. Und die reichen nicht einmal für einen Tag.

Während Anja Kobbe drinnen erklärt, wie über mehrere Filterstufen aus Grundwasser Trinkwasser wird, führt Gabriele Wollstein draußen Besucher über den Trinkwasserlehrpfad. „Ein guter Boden schützt das Wasser“, erklärt sie am Beispiel einer Humusschicht. „Humus hat eine hohe Filterwirkung“, sagt sie. So könnten im Wasser enthaltene Schadstoffe abgebaut werden.

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Um die Wasserdurchlässigkeit verschiedener Bodenarten geht es auch am gemeinsamen Stand des Umweltbildungszentrums und des Parks der Gärten. Dort kippt der neunjährige Lukas gerade einen Behälter Wasser über einer Kiesschicht aus. „Das rauscht ja nur so durch“, stellt er fest. Am längsten dauert es bei gekaufter Blumenerde. „So haben Pflanzen mehr Zeit, Wasser aufzunehmen“, erklärt Ute Aderholz vom Umweltbildungszentrum.

Auch an den weiteren Ständen nutzen die Besucher die Gelegenheit, sich über Wasser und Böden zu informieren. Vorträge und Mitmachaktionen runden das Angebot ab. „Wir sind sehr zufrieden. Es ist die ganze Zeit gut was los“, zieht Heidi Boje-Mühlenbäumer vom OOWV am Mittag ein erstes Fazit.

Und wer mag, kostet zum Abschluss noch einen Becher frisch aufbereitetes Trinkwasser. Dabei muss dann auch niemand mehr das Gesicht verziehen. Das Eisen ist längst herausgefiltert worden.


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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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