Hahn-Lehmden Es gibt viele Ideen für die Gestaltung eines Dorfplatzes in Hahn-Lehm­den, aber gleichzeitig auch so manchen Zweifel. Das wurde am Dienstagabend deutlich, als sich im Feuerwehrhaus in Hahn-Lehmden der Arbeitskreis Dorfentwicklung Rasteder Norden traf.

„Wie können wir mit Zuversicht einen Dorfplatz planen, wenn nicht mal die 65 000 Euro für den Sportplatz in Wapeldorf da sind?“, fragte Arbeitskreismitglied Ernst Lankenau. Er verwies damit auf den großen Dämpfer, den die Dorfentwicklung gerade erst erfahren hatte.

Das Cordes-Gelände

Die Gemeinde hat das so genannte Cordes-Gelände im Zentrum von Hahn-Lehmden zwischen Wilhelmshavener Straße, Nethener Weg und Spillestraße im vergangenen Jahr erworben. Die Fläche umfasst rund 22 000 Quadratmeter.

Der geplante Dorfplatz soll nur einen Teil des Areals einnehmen, nämlich das Dreieck zwischen Wilhelmshavener Straße und Nethener Weg. Auf der übrigen Fläche könnten Wohnhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser entstehen.

Die Bauleitplanung für das Gebiet könnte nach den Sommerferien beginnen. Rund ein Jahr kann solch ein Verfahren dauern. Es wäre dann pünktlich zum Sommer 2019 beendet. Sollte der Bau des Dorfplatzes vom Landwirtschaftsministerium mit Mitteln aus der Dorfentwicklung im kommenden Jahr gefördert werden, könnten die Arbeiten parallel laufen.

Die als Auftakt und Initialzündung geplante Umgestaltung des Sportplatzes in Wapeldorf war bei der Förderung nicht vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium berücksichtigt worden – auch zur großen Enttäuschung der rund 30 Ehrenamtlichen, die über zwei Jahre an einem umfangreichen Plan für die Dorfentwicklung mitgearbeitet hatten. „Das kratzt an der Motivation“, sagte Lankenau.

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Eike Stahmer erinnerte daran, dass es 1984 schon einmal einen Dorferneuerungsplan gab. „Außer einem schönen Heft ist nichts daraus geworden“, gab er die Befürchtung vieler wieder, dass es jetzt ähnlich laufen könnte.

Arbeitskreisvorsitzende Sabine Westphal regte an, ein Schreiben an die zuständige Behörde aufzusetzen. „Nicht zu reagieren, finde ich schlimm“, sagte sie. Der Arbeitskreis müsse wissen, warum die Umgestaltung des Sportplatzes nicht gefördert wurde. Olaf Mosebach vom Planungsbüro Diekmann & Mosebach, das die Dorfentwicklung im Rasteder Norden begleitet, beschwichtigte die Gemüter. „Ich bin optimistisch, dass beide Projekte im kommenden Jahr eine Chance auf Förderung haben.“

Die Gemeinde Rastede will für eine Förderung in 2019 erneut die Umgestaltung des Sportplatzes Wapeldorf und den Bau eines Dorfplatzes in Hahn-Lehm­den ins Rennen schicken, sagte Fachbereichsleiterin Tabea Triebe. Stichtag ist der 15. September.

Damit die Pläne für den Dorfplatz in Hahn-Lehmden rechtzeitig fertig sind, müssen Arbeitskreis, Planungsbüro und Gemeinde nun Gas geben. Der Dorfplatz soll auf dem so genannten Cordes-Gelände entstehen – in dem Dreieck zwischen Wilhelmshavener Straße und Nethener Weg. Zurzeit stellt sich dieser Bereich verwildert dar.

Ideen zur Gestaltung des Dorfplatzes kamen sowohl aus der Mitte des Arbeitskreises als auch von der Verwaltung und dem Planungsbüro. Einig war man sich, dass größere Gebäude (zwei- bis zweieinhalbgeschossig) den Platz an einer Stelle einfassen sollten. Gastronomie (zum Beispiel Bäcker, Café, Biergarten) mit Außenbereich soll zum Verweilen auf der Fläche einladen, die tiefer liegen soll als die Wilhelmshavener Straße. Über Treppen, die gleichzeitig zum Sitzen geeignet wären, und barrierefreie Rampen könnte der Platz erreicht werden, der von Bäumen und Hecken umgeben sein sollte. Eine Fläche mit Spiel- und Sportgeräten (auch für Ältere) und eine weitere „Attraktion“ (zum Beispiel ein Pavillon) sollten ebenfalls geschaffen werden. Zu den Vorschlägen gehörte außerdem eine Ladestation für E-Bikes.

Dem Arbeitskreis war es zudem wichtig, dass der Platz groß genug ist, um dort ein Festzelt (30 mal 15 Meter) aufzustellen– für ein Dorffest etwa. In den größeren Gebäuden könnten ferner Tagespflegeplätze für Ältere angeboten werden, war eine weitere Anregung.

Mosebach kündigte an, die Planungen zu konkretisieren. Dazu sollen auch Vermessungsdaten herangezogen werden, da das Gelände größere Höhenunterschiede aufweist. Am Dienstag, 19. Juni, wird der Arbeitskreis erneut zusammenkommen, um noch einmal Details abzustimmen. Ende August könnten die Pläne dann im Bauausschuss vorgestellt werden, der dem Projekt ebenfalls zustimmen muss, bevor die Förderung beantragt werden kann.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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