Wiefelstede 104 Flüchtlinge erwartet die Gemeinde Wiefelstede bis Ende März. Dies berichtete Sigrid Lemp vom Fachdienst Soziale Einrichtungen der Gemeinde Wiefelstede im Sozial- und Jugendausschuss. Laut Zuweisung aus dem Dezember muss die Gemeinde insgesamt 209 Personen aufnehmen. Hiervon sind bis zum 1. Februar 105 Flüchtlinge angekommen.

Quote knapp erfüllen

Nach derzeitigem Stand kann die Quote vermutlich knapp erfüllt werden, gab Lemp bekannt. Hier eingerechnet ist dann die komplette Belegung des Dringenburger Kruges. Es sind bereits zwei Familien – insgesamt 13 Personen – im Kneipen- und Küchenbereich sowie eine Großfamilie mit elf Personen und eine vierköpfige Familie in der Oberwohnung untergebracht.

In der kommenden Woche erwartet die Gemeinde 35 Flüchtlinge aus Syrien, die im Saal der ehemaligen Gaststätte unterkommen. „Wir haben uns Familien gewünscht“, fügte Bürgermeister Jörg Pieper hinzu, „das hat geklappt.“

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Zur Erfüllung der Quote wird weiterhin privater Wohnraum benötigt. Insgesamt kann die Gemeinde 34 Wohnungen, darunter 25 private, sechs Wohnungen der Ammerländer Wohnungsbau-Gesellschaft sowie drei gemeindeeigene Wohnungen zur Verfügung stellen. Hinzu kommen sechs Häuser sowie der Dringenburger Krug.

Aktuell leben in der Gemeinde 227 Flüchtlinge. Hiervon wurden inzwischen 13 Personen anerkannt und haben eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Bei drei Familien – insgesamt zwölf Personen – wurde der Asylantrag abgelehnt. Zwei Familien werden im März oder April abgeschoben. Sie haben entsprechende Erklärungen über eine freiwillige Ausreise unterzeichnet.

Bei der dritten Familie steht eine Geburt bevor, so dass die Ausländerbehörde von einer Rückführung zum jetzigen Zeitpunkt absieht.

Der überwiegende Teil der Asylsuchenden kommt derzeit aus Afghanistan (71 Personen) sowie aus Syrien (56 Personen) und dem Irak (24 Personen).

Personen aus den Balkanländern werden nicht mehr aus den Erstaufnahmeeinrichtungen in die Kommunen verteilt, erläuterte Lemp. Aus vorherigen Verteilungen leben aber noch Asylsuchende aus Serbien, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Albanien in der Gemeinde.

Seit Dezember ist in der Gemeinde Flüchtlingsbetreuer Karsten Dettenbach aus Edewecht in Vollzeit tätig. Unterstützt wird er von Hugo Blancke, der in Teilzeit Flüchtlinge betreut (NWZ  berichtete). Pieper gab außerdem bekannt, dass zukünftig ein Bundesfreiwilligendienstleistender die Betreuung im Dringenburger Krug übernehmen soll. Einen geeigneten Bewerber gebe es bereits.

Ehrenamtliche helfen

Seit Jahresbeginn 2015 wird ein Deutsch-Sprachkursus über die Kreisvolkshochschule in Wiefelstede angeboten. 40 Personen nehmen aktuell teil. Dieser Sprachkursus wird jeweils zur Hälfte vom Landkreis und der Gemeinde getragen. Ein weiterer Sprachkursus wird ab Mitte Februar direkt im Dringenburger Krug angeboten und durch Landesmittel finanziert.

Außerdem bieten Ehrenamtliche Sprachkurse in kleinen Gruppen oder als Einzelunterricht an. Insgesamt sind in der Flüchtlingshilfe der Gemeinde derzeit 58 Ehrenamtliche aktiv.

Dass das Ehrenamt nicht überstrapaziert werden dürfe, darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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