AUGUSTFEHN Mit einem vergnügten Lächeln im Gesicht verteilt Gerte Goosmann den Teig ihres Apfelkuchens in einer Backform. „Ums Gewinnen geht es mir doch gar nicht“, sagt sie – und man möchte es der sympathischen 75-Jährigen sofort glauben. „Wegen dem Spaß an der Sache bin ich hier, das ist es, was wirklich zählt.“

Ob alle der zehn Kandidatinnen des Backwettbewerbs in der Bäckerei Ripken in Augustfehn derart entspannt an die Sache rangehen wie sie, lässt sich nur vermuten. Klar ist aber, dass die Hausfrauen allesamt mit ihrem besten Kuchenrezept angetreten sind, das sie nun einmal unter professionellen Bedingungen umsetzen können. Backen wie bei Muttern eben – nur mit modernsten Geräten und unter fachkundiger Anleitung.

Obwohl das Rezept schon an die 100 Jahre alt ist, sieht Gerte Goosmann keinen Grund, es nur für sich zu behalten. Zunächst mussten die Zutaten und Mengenangaben aber überhaupt zum ersten Mal niedergeschrieben werden. „Sonst hatte ich das alles aus dem Kopf gemacht. Und jetzt habe ich doch glatt vergessen, zu notieren, wie viele Eier gebraucht werden“, sagt die Rentnerin und lacht. Noch viel wichtiger sei aber ohnehin eines: Butter für die Streusel – und zwar reichlich. „Aber nur die richtige, keine Margarine oder so“, mahnt sie – und wirkt dabei erstmals fast ein wenig ernst.

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Ihren beliebten vierschichtigen Ammerländer Torfsoden „sticht“ Jutta Jonen, als dieser frisch aus dem Ofen kommt. In der dritten Generation ihrer Familie wird der nun schon gebacken. Und auch sie verrät bereitwillig, was diesen ausmacht. „Nach Torf sieht er erst durch die obere Kakao-Schicht aus“, erklärt sie.

Besonders im Sommer komme ihr Rhabarberkuchen immer gut an, sagt wiederum Angela Trauernicht. Die wichtigste Zutat erntet sie normalerweise im heimischen Garten, nun muss sie mit gefrorenem Rhabarber Vorlieb nehmen. „Dafür brauche ich nicht so viel zu schnibbeln“, sieht sie aber auch die praktischen Seiten.

Angeregt durch die vielen Kochduelle im Fernsehen hat Bäckerei-Inhaber Jörg Ripken die Aktion gestartet, bei der in zwei Runden zehn Kandidaten Apens besten Kuchen backen und den Hauptpreis, eine Kurzreise, gewinnen wollen. Über das Sieger-Rezept, dass auch ins Ripken-Sortiment aufgenommen werden soll, entscheiden letztlich die Kunden, die an diesem Freitag in allen Filialen die Kuchen gratis probieren und durch die Vergabe von Sternen abstimmen können.

Sebastian Kelm Apen / Redaktion Ammerland
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