BAD ZWISCHENAHN Die Zwischenahner Firma ist auf Untertagespeicherungen in Salzstöcken spezialisiert. Bei Deep Underground Engineering sind 38 Mitarbeiter beschäftigt.

Von Carsten Bickschlag BAD ZWISCHENAHN - Untertagespeicherung flüssiger und gasförmiger Kohlenwasserstoffe, Salzgewinnung und Untertagedeponie von Sonderabfällen, das sind die Kerngebiete der Deep Underground Engineering GmbH. „Das klingt ein wenig kompliziert, ist im Prinzip aber ganz einfach“, sagt Christian Hellberg, Geschäftsführer des in Bad Zwischenahn ansässigen Unternehmens. „Wir bauen das Gehäuse, die Unternehmen nutzen es.“

In Tiefen von 1000 bis zu 3000 Metern werden in Salzstöcken durch Spülungen mit Frisch- oder Seewasser Hohlräume – so genannte Kavernen – geschaffen, erklärt Hellberg. Dabei können die Kavernen einen Durchmesser von bis zu 100 Metern und eine Höhe von von mehreren hundert Metern erreichen. Gespeichert werden in diesen Hohlräumen zumeist Öl, Gas, Sonderabfälle und Druckluft.

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Von der Planung, über die Realisierung bis hin zur anschließenden Betreuung und Wartung von Kavernen wird alles von der Zwischenahner Firma an der Eyhauser Allee 2a übernommen. 38 Mitarbeiter – dazu zählen Bauingenieure, Geologen, Anlagenbauer, Laboranten und Verwaltungsmitarbeiter – sind für nationale und internationale Projekte zuständig.

„Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im norddeutschen Raum“, sagt Hellberg. Denn hier seien zahlreiche Salzstöcke vorhanden, die für ihre Projekte geeignet seien. „Bad Zwischenahn liegt übrigens auch über einem Salzstock“, ergänzt der Deep-Geschäftsführer.

Der Vorteil solcher von Salz umgebenen Lagerstätten tief unter der Erde: „Im Vergleich zu obertägiger Speicherung ist die Untertagespeicherung sicherer, umweltfreundlicher und beim Bau und Betrieb kostengünstiger“, sagt Hellberg.

Die Nachfrage nach Kavernen sei dementsprechend groß. Daher stelle das Zwischenahner Unternehmen auch immer wieder neue Mitarbeiter ein. Vor allem junge Absolventen im Ingenieurswesen und der Geologie seien als Bewerber jederzeit willkommen. „Wir arbeiten in einem fachspezifischen Bereich, der viel Know-how und ein hohes Verantwortungsbewusstsein erfordert. Da sind gute Mitarbeiter die Grundvorraussetzung für ein erfolgreiches Unternehmen“, so Christian Hellberg.

Und wie kam die international tätige Firma Deep darauf, sich in Bad Zwischenahn niederzulassen? „Eher zufällig.“ 1995 sei Deep hier gegründet worden. 1998 zog das Unternehmen in die Räume der Alten Molkerei. Der Vorteil sei, dass viele ihrer Geschäftspartner aus der Region kommen und somit die Wege zwischen Kunde und Firma kürzer sind. Und noch einen Vorteil zählt Hellberg auf: „Im Ammerland geht alles etwas familiärer zu. Unsere Kunden schätzen das und kommen gerne nach Bad Zwischenahn.“

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