Friedrichsfehn /Kleefeld Am Jeddeloher Damm in Kleefeld tut sich etwas: Auf dem Areal neben dem Betriebsgelände Hilgen werden Bodenarbeiten verrichtet. Hier entsteht das neue Domizil der Friedrichsfehner Feuerwehr. Im April begannen die Tiefbauarbeiten für das 1,7 Millionen-Projekt.

Zunächst einmal mussten meterdicke Torfschichten auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal abgetragen und das Gelände mit Sand aufgefüllt werden. Diese Arbeiten werden bald abgeschlossen sein, so dass dann die Fundamente und die Bodenplatte bald hergestellt werden können, heißt es dazu aus dem Edewechter Rathaus.

Arbeiten bis Juni 2019

Ein Jahr lang werden die Arbeiten auf dem Gelände kurz vor dem Ortseingang Friedrichsfehn, das die Gemeinde kaufte, voraussichtlich noch dauern. Derzeit wird die Baustelle über das Betriebsgelände von Hilgen angefahren. Weil der Graben in Höhe des Grundstücks am Jeddeloher Damm noch nicht verrohrt wurde, konnte die Zufahrt noch nicht geschaffen werden. Das werde jedoch in den nächsten Monaten ebenso geschehen wie das Herrichten einer Linksabbiegespur auf der Landesstraße 828, die der Jeddeloher Damm ist.

Errichtet werden wird eine Stahlhalle, die jedoch nicht nur von der Feuerwehr, sondern auch von der Dorfgemeinschaft Kleefeld genutzt werden kann. Die Kleefelder verfügen – nach dem Verkauf des ehemaligen Kleefelder Krooges – schon seit längerem nicht mehr über eigene dörfliche Räume. Weil sich im Dorf keine neue Dauerlösung für ein Domizil abzeichnete, wurde schließlich vereinbart, dass die Kleefelder auch das neue Friedrichsfehner Feuerwehrhaus mit nutzen können.

Im rückwärtigen Bereich des neuen Gebäudes wird ein „Kleefelder Bereich“ entstehen. Dazu gehören ein Besprechungsraum, eine Teeküche, ein Lagerraum, eine Garderobe und Toiletten. Dieser Trakt kann bei Bedarf auch von der Feuerwehr genutzt werden, zum Beispiel als Schulungsraum für die Jugendfeuerwehr. Umgekehrt können auch die Kleefelder bei Veranstaltungen auf den Besprechungsraum der Feuerwehr zurückgreifen.

Neubau beschlossen

Bereits vor drei Jahren hatte die Feuerwehrunfallkasse bei einem Ortstermin im alten Feuerwehrgerätehaus, Friedrichsfehner Straße 8 kritisiert, dass die Fahrzeughalle des viel zu eng sei und die Feuerwehrleute kaum Platz zum Umziehen hätten, weil sich direkt neben den geparkten Fahrzeugen an den Seitenwänden die Schränke mit der Einsatzkleidung der Feuerwehrleute befänden.

Bemängelt wurde ferner die schmale Ein- und Ausfahrt zum Gebäude, auf dem sich ankommende und abfahrende Feuerwehrleute begegneten. Heute seien aus Sicherheitsgründen getrennte An- und Abfahrten Standard. Der Edewechter Gemeinderat hatte schließlich beschlossen, dass eine Sanierung des Feuerwehrhauses an der Friedrichsfehner Straße 8 nicht nur teuer sei, sondern man immer ein altes Gebäude auf einem begrenzten Areal behalte. Deshalb entschied man sich für einen Neubau und kaufte schließlich die landwirtschaftliche Fläche am Jeddeloher Damm.

Die neue Fahrzeughalle, das Herzstück des Neubaus, wird drei Stellplätze und drei große Rolltore erhalten. Zur Straßenseite kann das Gebäude bei Bedarf erweitert werden. Neben der Fahrzeughalle befinden sich (nach Frauen und Männern getrennte) Umkleiden, Duschen und Toiletten. Lager- und Technikräume, eine Werkstatt, eine Kleiderkammer, Garderoben und ein Büro für Ortsbrandmeister Uwe Hilgen sind ebenfalls geplant. Die Garderoben für die Jugendfeuerwehr, Technik und Lüftung sowie Bodenräume werden sich im Obergeschoss befinden.

Gehofft hatte die Feuerwehr, dass die Arbeiten für das neue Domizil schon 2017 erfolgen sollten und das Gebäude dieses Jahr bezugsfertig ist. Nun wird es 2019 werden.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede

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