Friedrichsfehn Zwei Punkte, die in Friedrichsfehn für besonders viel Diskussionsstoff sorgen, sind der Straßenverkehr und die Bebauung. Beim „Dorfgespräch Edewecht-Ost“ in der Mensa der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn wurden diese Probleme von den rund 40 Gästen am häufigsten angesprochen.

„Im Vordergrund des heutigen Abends steht das Gespräch“, sagte Diedrich Janssen von der NWP Planungsgesellschaft Oldenburg. Sein Büro wurde damit beauftragt, den Dorferneuerungsprozess zu begleiten. Das „Dorfgespräch“ war eine Möglichkeit, die Öffentlichkeit über Ideen und Vorstellungen zur Dorferneuerung zu befragen und Anregungen aufzunehmen.

Friedrichsfehn sei eine Schnittstelle zwischen Stadt und Land, sagte ein Besucher, als danach gefragt wurde, was das Leben in Friedrichsfehn lebenswert mache. Auch die Infrastruktur wurde positiv bewertet, obwohl es dazu auch kritische Äußerungen gab. Und es wurde darüber diskutiert, ob Friedrichsfehn noch ein Dorf oder eher schon ein Ort sei. „Nicht jeder akzeptiert die Bezeichnung ‚Dorf‘, zumal hier schon mehr als 4000 Menschen wohnen“, so ein Teilnehmer.

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Wie sollte der Ort in zehn bis fünfzehn Jahren aussehen? Das bewerteten die Besucher unterschiedlich. Der Erhalt von Natur und Wiesen war ein Wunsch, ein anderer, dass nicht mehr alle Randgebiete als Bauland ausgewiesen werden. Andere sprachen sich wiederum gegen eine Verdichtung der Bebauung im Ort aus, weil dies das typische Bild sehr stark verändern könnte. Weitere Wünsche waren eine Vollampelanlage oder ein Kreisverkehr im Kreuzungsbereich am Dorfplatz.

Andere Gäste befürchten, dass es bei einer Zunahme der Bevölkerung auch mehr Durchgangsverkehr geben würde, der schon jetzt von einigen mit Argwohn betrachtet wird. Diskutiert wurde zudem darüber, welche Möglichkeiten bestehen, dass Siedlungsbereiche nicht veralten. „Bereits jetzt haben wir die Situation, dass in bestimmten Straßenzügen kaum mehr Familien mit Kindern wohnen. Hier findet keine Altersmischung mehr statt“, so ein Teilnehmer.

Diedrich Janssen wies auf Aktionen wie „Jung kauft Alt“ oder auch „Wohnen gegen Hilfe“ hin, was gerade wegen der Nähe zur Universität Oldenburg für manche Studenten interessant sein dürfte.

Einig waren sich die Anwesenden, dass es eine bessere Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs an Oldenburg geben müsse und dass die Infrastruktur mit den Einwohnerzahlen wachsen müsse. Das beträfe sowohl die Kitas mit einem Hortangebot als auch die Mehrzweckhallen in der Ortschaft. Das jetzt Bestehende reiche nicht mehr.

Rolf Torkel als Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin versprach, die Anregungen und Vorschläge in die verschiedenen Gremien des Dorfentwicklungsprozesses mit einzubringen. Da das Dorfgespräch in Friedrichsfehn stattfand, unterrichtete er die Anwesenden auch über den Stand des in letzter Zeit heftig diskutierten Bebauungsplanes. „Hierzu gab es einige Anregungen. In der Bauausschusssitzung am 2. April werden diese behandelt. Eine abschließende Planung wird es an diesem Abend nicht geben.“

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