Dringenburg /Wiefelstede Nun hat die Gemeinde Wiefelstede auch mit der Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen „Dringenburger Krug“ begonnen. Am Montag zogen die Familien Mohamadi und Husseini aus Afghanistan mit insgesamt 13 Personen in den umgebauten, ehemaligen Gaststättenbereich des „Krug“ ein. Nebenan wird immer noch am ehemaligen Saalbereich gearbeitet, um auch dort ab Februar Flüchtlinge unterbringen zu können. Fertiggestellt ist zudem die Oberwohnung im Gebäude, die ab 1. Februar zwei weitere Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 15 Personen aus Afghanistan beherbergen soll.

Abschied von „dezentral“

Mit der Unterbringung von Flüchtlingen in der einstigen Traditionsgaststätte verabschiedet sich die Gemeinde erstmals von der stets favorisierten dezentralen Unterbringung – auch wenn die Verwaltung nach wie vor bestrebt ist, Flüchtlinge in Wohnungen oder Häusern unterkommen zu lassen. Alexandra Hechler, in der Verwaltung zuständig für die Suche nach geeignetem Wohnraum, hofft auf drei weitere anzumietende Wohnungen zum 1. Februar, denn laut Quote muss sie bis Ende März immer noch 104 weitere Flüchtlinge in der Gemeinde unterbringen.

Derzeit 227 Flüchtlinge

Derzeit sind 227 Flüchtlinge in der Gemeinde untergekommen – in 25 privaten und sechs Wohnungen der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft, in drei weiteren gemeindeeigenen Wohnungen sowie in sechs Häusern, von denen die Gemeinde eines auch gekauft hat, rechnet Alexandra Hechler vor. Und eben nun auch im ehemaligen „Dringenburger Krug“.

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Auch wenn der Gemeinde aus den sicheren Herkunftsländern auf dem Balkan derzeit keine neuen Flüchtlinge mehr zugewiesen werden – sie bleiben in den Erstaufnahmelagern – so gibt es immer noch Flüchtlinge vom Balkan in der Gemeinde: aus Serbien (26), dem Kosovo (19), aus Mazedonien (9), Montenegro (7) und Albanien (4). Ansonsten kommen Flüchtlinge größtenteils aus Afghanistan (71), Syrien (56) und aus dem Irak (24), weiß Hechler.

Neue Räume bezogen

Der neue Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde, Karsten Dettenbach, wies den ersten Flüchtlingen im „Krug“ am Montag ihre neuen Räume zu. Sie waren Anfang November vergangenen Jahres ins Ammerland gekommen und wurden zunächst in Rostrup untergebracht. Am Montagmorgen kamen sie von dort in die Gemeinde Wiefelstede. Die Familien haben jeweils eigene Räume für die Erwachsenen und die Kinder, eine gemeinsame Küche mit getrennten Kochgelegenheiten, je ein Badezimmer und eine gemeinsame Waschküche. Wie lange die Flüchtlinge dort bleiben werden, ist nach Angaben Hechlers völlig ungewiss: „Die Verfahren beginnen für diese Familien ja erst noch.“

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