RASTEDE Tropische Temperaturen bestimmten am vergangenen Wochenende das Rasteder Schützenfest. Zahlreiche Abordnungen befreundeter Vereine hatten sich zum Festgeschehen in der Schützenhalle an der Mühlenstraße eingefunden. Die diesjährige Führungsriege des Schützenvereins Rastede fehlte allerdings. Bedingt durch kurzfristig eingetretene Krankheitsfälle konnten der amtierende Schützenkönig Karl-Heinz Pfützenreuter sowie der diesjährige Schützenkaiser Egon Düser leider an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der Veranstaltung in diesem Jahr eine Oldtimerprämierung ausgerichtet. Insgesamt achtundzwanzig Teilnehmer unter anderem auch aus dem Emsland sowie aus Loy, Oldenburg und Rastede hatten sich dazu mit ihren historischen Zugmaschinen auf dem Festplatz an der Mühlenstraße eingefunden. Zwei Teilnehmer beteiligten sich mit historischen Autos an der Prämierung. Am Richtertisch auf einem schattigen Platz auf der grünen Wiese saßen neben Harms Steusloff, Vorsitzender des Rasteder Verkehrsvereins, auch noch die amtierende Miss Rastede, Marit Bunjes, sowie Inge Kaske. Die Jury machte sich die Bewertung der Fahrzeuge nicht leicht: „Vor allem Aussehen und Originalität, so wie wir als Laien das eben beurteilen können, standen bei der Bewertung im Vordergrund,“ erklärte Harm Steusloff. Die Nase vorn hatte schließlich ein blauer Lanz-Bulldog aus dem Baujahr 1938. Besitzer Johannes Wedelich aus Rastede durfte dann den Pokal aus den Händen von Marit Bunjes

entgegennehmen. Johannes Wedelich freute sich ganz besonders über die Auszeichnung: „Das war heute praktisch die Jungfernfahrt für den Traktor. Ich habe den Oldtimer erst vor kurzem von einem Landwirt gekauft und in über zweihundert Arbeitsstunden liebevoll wieder originalgetreu restauriert. Der Lanz wurde dann Anfang April wieder amtlich zugelassen. Das ist heute das erste Mal, das die historische Zugmaschine öffentlich vorgestellt wird“, erklärte Wedelich. Den zweiten Platz belegte ein schwarzer Oldtimer von Daimler-Benz aus dem Baujahr 1949. Das Fahrzeug befindet sich im Besitz von Hermann Weber aus Neubörger. Auf den dritten Platz kam schließlich ebenfalls eine historische Zugmaschine der Marke Lanz Bulldog aus dem Baujahr 1938 im Besitz von Hartmut Bunjes aus Moorseite (bei Ovelgönne). Bei den Besuchern ernteten die Oldtimer auf jeden Fall viel Begeisterung.

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Auch Lorena Lübben (drei Jahre), die mit ihrer Mutter und ihren beiden Cousinen auf dem Fest anwesend war, zeigte bereits entsprechende Sachkenntnis: „Mein Freund Tom hat zu Hause auch einen Trecker“, bemerkte sie mit fachmännischen Blick auf die Parade der Oldtimer auf dem Platz. „Aber auch mit den Schützen hat sie es schon. Da läuft sie besonders gerne bei den Märschen mit“, ergänzte Mutter Doris die Aussage ihrer Tochter.

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