Edewecht „Wir versprechen uns von unseren vier neuen Umwälzpumpen für das Beckenwasser eine ganze Menge“, sagt Schwimmmeister Holger Steiner, der zugleich Meister für Bäderbetriebe ist und im Edewechter Bad am Stadion arbeitet. „Die alten Pumpen waren 24 Stunden lang auf 100 Prozent Belastbarkeit eingestellt, die neuen orientieren sich an dem tatsächlichen Bedarf, je nachdem ob viele oder wenig Menschen im Becken sind. Sie sind frequenzgesteuert, regeln z.B. den Chlorgehalt, den ph-Wert und den Wasserstand in den Becken und fahren abends nach Betriebsschluss auf Sparflamme“. „Durch die neuen Umwälzpumpen und die neuen Heizpumpen werden wir Energie sparen“, ergänzt sein Kollege Nico Henze.

„Energiesparen und damit ein schonender Umgang mit Ressourcen hat für die Gemeinde Edewecht einen hohen Stellenwert“, sagt Henning Diers, der bei der Gemeinde für das Gebäudemanagement zuständig ist. Die hocheffizienten Umwälz- und Heizpumpen, die in diesem Winter im Edewechter Bad am Stadion eingebaut worden seien, hätten 120 000 Euro gekostet. Man erwarte, dass durch die neue Technik der Stromverbrauch im Bad jährlich um 120 000 Kilowattstunden sinke. Das entspräche rund 25 000 Euro. Bislang benötige man im Hallen- und Freibad jährlich durchschnittlich 700 000 Kilowattstunden Strom; 2016 musste die Gemeinde allein an Stromkosten 131 500 Euro bezahlen.

Apropos Strom: Wie Henning Diers ausführt, würden alle Gebäude der Gemeinde seit etwa sechs Jahren mit Öko-Strom versorgt. Bereits 2014 habe man die komplette Straßenbeleuchtung mit rund 2800 Lichtmasten auf LED umgestellt. Der Verbrauch ging von 360 000 Kilowattstunden auf 115 000 (2015) zurück. Die jährlichen Energiekosten verringerten sich von rund 69 000 Euro auf 39 000 Euro (2015).

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Mit LED-Beleuchtung ausgestattet würde man, so Diers, auch nach und nach die gemeindeeigenen Gebäude. Vergangenes Jahr habe z.B. die Sporthalle der Astrid-Lindgren-Schule LED-Beleuchtung erhalten, im Jahr davor waren fünf Räume der Grundschule Edewecht an der Reihe. Auf LED-Beleuchtung würde man jedoch immer nur dann umstellen, wenn die Räume ohnehin saniert würden, da es mit dem Austausch von LED-Birnen nicht getan sei. Jedes Mal müssten auch neue LED- Steuerungsanlagen angeschafft werden.

Einsparungen gäbe es auch im Bereich thermischer Energie (Heizung). so habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren, in der Oberschule Friedrichsfehn, der Mehrzweckhalle Friedrichsfehn sowie in den Grundschulen Edewecht und Osterscheps Blockheizkraftwerke einbauen lassen, eine Brennstoffzelle gäbe es im Haus der Begegnung und Wärmepumpen beim Gymnasium. Die Grundschule Jeddeloh I werde mit Fernwärme von einer benachbarten Biogasanlage versorgt. Emissionsfreien Strom produzierten Photovoltaikanlagen, die sich z.B. auf den Dächern der Außenstelle des Gymnasiums und der Oberschule Edewecht befänden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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