Edewecht Der Vorsitzende des Fischereivereins Edewecht, Willi Meyer, ist sauer. „Seit 20 Jahren haben wir eine Wasserrahmenrichtlinie, doch geändert hat sich seitdem nichts.“ Was er kritisiert, sind die Trogbauwerke entlang der gut 30 Kilometer langen Vehne, mit denen der Höhenunterschied ausgeglichen werden soll. „Diese sind so gestaltet, dass ein Fischaufstieg nicht möglich ist.“

Zu viele Vögel

Die Wasserqualität in der Aue und Vehne war ein Tagesordnungspunkt, es wurde auch über die Population der Kormorane und Gänse sowie über den Uferrandstreifen gesprochen. Eingeladen zu diesem Austausch hatte die CDU-Fraktion der Gemeinde Edewecht mit ihrem Vorsitzenden Jörg Brunßen.

„Beim Treffen mit den örtlichen Vereinen vor einigen Wochen hatten wir angeboten, Problemlagen mit den jeweiligen Vereinen mit kompetenten Personen zu erörtern“, so Brunßen. Mit dem Fischereiverein Edewecht wurde jetzt im Haus der Begegnung in Edewecht ein Anfang gemacht.

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Als Diskussionspartner waren an diesem Montagabend unter anderem die beiden Landtagsabgeordneten Jens Nacke und Ulf Thiele, Bürgermeisterin Petra Lausch, Richard Eckhoff von der Ammerländer Wasseracht, Ute Schlautmann vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), und Heinz Grässner, Präsident des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, eingeladen worden.

Insgesamt 35 Sohlstützen müssen nach und nach so verändert werden, dass nicht plötzlich ein Gefälle Fische aufhält, sondern ein „gestreckter“ Wasserlauf von gut 50 Metern Länge den Höhenunterschied auffängt. Nur so könnten Fische die Strecke schaffen und somit ihre Laichplätze erreichen. „Die Ammerländer Wasseracht ist dabei in der Verantwortung, Maßnahmen umzusetzen“, betonte Jens Nacke. Das Land würde dabei Maßnahmen und Programme finanziell unterstützen, wobei auch EU-Mittel abgerufen werden können. Hier wies Richard Eckhoff allerdings darauf hin, dass in einem solchen Fall die Bearbeitung des Antrages sehr lange dauern würde. Kritisiert wurde auch, dass – wenn das Zwischenahner Meer zu wenig Wasser führt – Sperrungen verhindern, Wasser in die Aue fließen zu lassen.

Aue nur noch Rinnsal

Das hat in den beiden letzten trockenen Sommern dazu geführt, dass die Aue zu einem Rinnsal wurde. Dort wird es in Zukunft Veränderungen geben, machte Eckhoff deutlich. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, die Uferrandstreifen auf fünf Meter Breite festzuschreiben. Leider ist dies wohl nicht möglich, da bürokratische Hürden diese Entwicklung verhindern und gleichzeitig Landwirte bestrafen würden, die dafür Land zur Verfügung stellen.

Zum Thema „Population der Kormorane und Gänse“ kritisierte der Vorsitzende des Hegerings Edewecht, Dr. Hans Fittje, dass die Schonzeit für beide Tierarten ausgeweitet worden sei. Selbst die Vergrämung ist in diesem Zeitraum nicht erlaubt. Ulf Thiele teilte dazu mit, dass in der Niedersächsischen Koalition darüber diskutiert wird, den alten Zustand wieder herzustellen, der die Jagdzeit im Jahr um gut sieben Wochen verlängert.

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