Edewecht Nicht alle Senioren feiern Weihnachten im Kreise ihrer Familie. Manche bleiben auch an den Feiertagen allein. Doch wo kommt dann das Festessen her? Knut Trepper, Geschäftsführer vom Menü-Bringdienst Gloria aus Edewecht, kennt diese Situation. Etwa 70 Prozent aller Kunden seien Dauerbesteller, sagt Trepper. Viele sind über 80 Jahre alt. „Das heißt, wir beliefern sie auch an Heiligabend und anderen Feiertagen.“

Diesen Service wüssten die Kunden, überwiegend eben Senioren, zu schätzen. Der Anteil der Menschen, die von Gloria-Menü beliefert werden, liege im Raum Ammerland und Oldenburg im mittleren dreistelligen Bereich. Fünf Fahrer sind jeden Tag im Ammerland und in Edewecht im Einsatz. 50 bis 60 Essen werden pro Tour ausgeliefert.

Nur am 1. Januar eines jeden Jahres ruht die Arbeit bei dem Edewechter Lieferservice. „Dann bringen wir unseren Kunden Kaltmenüs am Vortag mit“, sagt Knut Trepper. Er betreut den Raum Bremen und Oldenburg. Für die Kunden in Berlin ist sein Bruder Utz Trepper verantwortlich.

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„Wir erfüllen eine wichtige soziale Aufgabe“, erzählt Trepper. Denn oft seien die Fahrer die einzigen Personen – zusammen mit dem Pflegedienst – mit denen die Senioren am Tag redeten. Hier sei es mitunter nicht leicht, den Spagat zwischen dem festgelegten Zeitplan und dem nötigen Mitgefühl für die Kunden zu schaffen.

„Die Fahrer entwickeln mit der Zeit natürlich ein gewisses Feingefühl für solche Situationen. Wir machen dem Personal keinen Druck, sofort nach der Auslieferung weiterzufahren“, betont Trepper.

Gegen einen kleinen Klönschnack sei nichts einzuwenden. Des Weiteren ermögliche der Lieferservice es den Senioren zudem, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben.

Die Auswahl für die Menüs an Heiligabend reicht von Lamm-Ragout über Königsberger Klopse bis hin zu Bratwürstchen. Insgesamt kann, wie an allen anderen Tagen auch, aus acht Gerichten ausgewählt werden. Eine Mitarbeiterin stimmt den Speiseplan mit einer Großküche ab. Meist seien es die Kinder der Senioren, die den Lieferdienst zu ihren Eltern bestellten.

Trepper legt Wert darauf, dass die Gerichte auf Porzellan-Tellern ausgeliefert werden. Wer sparen will, kann auch die Alu-Schalen wählen. „Aber das Auge isst ja mit“, sagt Knut Trepper. Auf den Tellern ist das Essen durch einen Trenner, der an einer Plastikhaube befestigt ist, sofort servierfertig angerichtet. Zusätzlich sind die Teller durch eine Art Schaumstoff- „Ufo“ umschlossen. So hält sich die Temperatur noch länger. Bei der Auslieferung hätten die Gerichte so noch eine Temperatur von 80 Grad.

„Die Teller-Variante ist außerdem umweltschonender, da kein Abfall entsteht. Der Fahrer bringt die benutzten Teller am nächsten Tag wieder mit.“

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Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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