Dringenburg Im Vorfeld des geplanten Baus der Küstenautobahn A 20 zwischen der A 28 bei Westerstede und der A 29 bei Jaderberg (Abschnitt 1) sollen in Kürze in Dringenburg im Bereich der künftigen Autobahn-Anschlusstelle zur L 824 rund 64 Hektar Fläche auf mögliche Bodendenkmäler untersucht werden. Um einen zu untersuchenden Bereich beim ehemaligen Dringenburger Krug dafür freizulegen, kündigt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in einer Pressemitteilung vom Dienstag bereits ab diesen Mittwoch, 16. Januar, die komplette Rodung dieser rund 1,3 Hektar großen, baumbestandenen Fläche zwischen dem Krug und der Bäke Richtung Molkerei Ammerland an. Baumersatzpflanzungen würden im Zuge des Autobahnbaus „sowohl trassennah als auch trassenfern“ vorgenommen, heißt es.

„Der Bereich rund um die künftige Autobahn-Anschlussstelle Dringenburg ist eine von fünf Trassenflächen der zukünftigen A 20, auf denen archäologische Untersuchungen notwendig sind“, erläutert Christoph Hollander, Projektleiter für die Abschnitte 1 bis 4a der A 20 in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Ziel der Prospektion sei es, die oberen Erdschichten auf archäologisch relevante und wertvolle Funde zu untersuchen beziehungsweise mögliche archäologische Denkmäler zu erkunden, ihre Lage festzustellen und zu erfassen. Begleitet werden die Arbeiten von der Denkmalschutzbehörde. Sollten Bodendenkmäler entdeckt werden, sind weitere archäologische Ausgrabungen notwendig.

Vor allem im Boden befindliche, alte Siedlungsspuren können auf diese Weise vor dem Bau der A 20 festgehalten und dokumentiert werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 2019, 2020 und 2021 würden vier weitere Flächen in der zukünftigen Autobahntrasse der A 20 auf Bodendenkmäler hin untersucht. Die zu prospektierenden Flächen im ersten Abschnitt der A 20 sind insgesamt etwa 100 Hektar groß, schreibt die Landesbehörde.

Prospektionsarbeiten auf archäologischen Verdachtsflächen sind Teil der vorbereitenden Maßnahmen für den Autobahnbau. Hintergrund der jetzt anlaufenden Prospektionsarbeiten ist der meist erhebliche und schwer planbare Zeitbedarf für die spätere Sicherung von Bodendenkmälern – wenn sie denn gefunden werden sollten. Wie lange die Arbeiten genau dauern werden, sei von den individuellen örtlichen Gegebenheiten, etwa der Befunddichte – abhängig und, so die Behörde, „somit nur schwer vorherzusagen“.

Die Küstenautobahn soll nach Angaben der Behörde die Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen verbessern, die heimische Wirtschaft fördern und das nördliche Niedersachsen durch die Einbindung ins europäische Verkehrsnetz für den internationalen Tourismus öffnen. Sie ist bekanntlich nicht unumstritten.

Die nun zu rodende Fläche hatte die Gemeinde Wiefelstede dem Bund verkauft, erklärte am Dienstag Bürgermeister Jörg Pieper.

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