Hollriede „Bei dieser Aktion steht der erzieherische Aspekt ganz klar im Vordergrund. Wir wollen die Leute nicht ausnehmen“, sagt Polizeikommissar Jörg Lübbers. Er ist am Donnerstagmittag an der Leerer Straße in Hollriede mit seinen Kollegen im Einsatz, um Raser anzuhalten. Die bundesweite Maßnahme war in allen Medien angekündigt; wohl auch deshalb ist recht wenig zu tun.

Etwa 500 Meter von Lübbers entfernt haben Polizeikommissar Malte Stieg und die Anwärterin Daniela Sudholz in einem blauen Kleintransporter Position bezogen. Mit einer Laserpistole überprüfen sie die Geschwindigkeit der in Richtung Ostfriesland fahrenden Autos und Lastwagen. Über das Funkgerät erhält Lübbers gerade Meldung: „Da kommt ein Volvo mit Auricher Kennzeichen, den müsstet Ihr mal anhalten.“

Lübbers verlässt sein Fahrzeug und winkt das Auto heraus. Mit 74 Stundenkilometern war es registriert worden, drei Stundenkilometer Toleranz werden abgezogen. 20 Euro sind für den Fahrer fällig. Hermann Seehusen zückt seine Geldkarte. Er zeigt sich schuldbewusst, hat aber auch noch Humor. „Wenn meine Frau den Kontoauszug sieht, wird sie mir schon was erzählen“, ist sich der Mann aus dem Kreis Aurich sicher.

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„Grundsätzlich sind die Fahrer, die wir bisher angehalten haben, sehr freundlich und einsichtig“, berichtet Lübbers. Der Beamte hofft, dass die Aktion nachwirkt. „Schön wäre es doch, wenn die Leute auch künftig besonnener fahren und sich an die Geschwindigkeitsregelungen halten. Dieser Einsatz sollte einen Effekt über den Tag hinaus haben.“

Beim ersten bundesweiten Blitzmarathon, der am Donnerstagmorgen um sechs Uhr begann, waren insgesamt mehr als 14 700 Polizisten – davon 773 in Niedersachsen – im Einsatz. Kontrolliert wurde an fast 8600 Messstellen (459 in Niedersachsen).

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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