HANKHAUSEN An Selbstvertrauen mangelt es ihm offenbar nicht: Nachdem Rüdiger Kramer am Mittwochabend einstimmig als Bürgermeisterkandidat der SPD nominiert worden war (NWZ  berichtete), hielt er einen Aufkleber mit der Aufschrift „Ich bin die Nummer 1“ in die Höhe.

„Ich freue mich riesig, dass ich einstimmig gewählt wurde“, sagte Kramer im Dorfkrug Hankhausen. 2002 war der 57-Jährige schon einmal Bürgermeisterkandidat in Rastede gewesen und unterlag Dieter Decker damals mit 42,3 zu 57,7 Prozent.

Seine Rede anlässlich der Nominierung stellte Kramer unter das Motto „Gemeinsam – für Rastede“. Er führte verschiedene Handlungsfelder an, die seine Arbeit als Bürgermeister bestimmen sollen. Große Bedeutung maß Kramer der Wirtschaft bei. Die Finanzkraft der Gemeinde müsse beibehalten werden. Eine wichtige Aufgabe sei die Gewerbeansiedlung. Dabei seien die Bürger frühzeitig zu informieren, „damit nie wieder so etwas passiert, wie wir es am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord erlebt haben“.

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Kramer möchte Firmen ansiedeln, die in engem Kontakt zur Hochschule in Oldenburg stehen. Auch eine jährliche Ausbildungsmesse möchte er etablieren. „Der Bedarf hierfür wäre vorhanden.“

Rastede müsse eine noch familienfreundlichere Gemeinde werden, sagte Kramer. Die Gebühren für die Betreuungseinrichtungen wolle er mittelfristig senken. Bei sämtlichen gemeindlichen Planungen sei künftig zu berücksichtigen, dass die Bevölkerung immer älter werde.

Zuvor hatte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Horst Segebade begründet, warum der Vorstand Kramer für den geeigneten Kandidaten hält: „Er erfüllt wie kein anderer alle Kriterien, die das Spitzenamt der Gemeinde Rastede kennzeichnen.“

Kreisverbandsvorsitzender Dennis Rohde sagte: „Rastede braucht den Wandel. Wir wollen einen Bürgermeister, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“ Der SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies schwor die Sozialdemokraten auf den Wahlkampf ein: „Wir müssen den Menschen das Vertrauen in die Arbeit der politischen Parteien zurückgeben“, sagte er mit Blick auf die immer geringer werdende Wahlbeteiligung.

Rüdiger Kramer wurde am 1. Dezember 1953 in Zetel (Landkreis Friesland) geboren. Seit 1979 lebt er in Rastede. Er ist seit 1977 mit Sigrid Kramer verheiratet. Die beiden haben drei Kinder: Eike (28), Leena (25) und Fokko (18).

SPD-Mitglied ist Kramer seit 1990. Von 1992 bis 1998 war er stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der SPD Ammerland. An der Spitze des Ortsvereins Rastede stand er von 1994 bis 2004. Seit 1996 ist Kramer im Rat der Gemeinde Rastede vertreten. Den Vorsitz der Gemeinderatsfraktion übernahm er 2004. Seit 2006 ist er Mitglied des Kreistages und dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Kramer leitet die Job-Börse Niedersachsen in Oldenburg seit 2005. Seine berufliche Laufbahn begann 1971 mit einem Verwaltungspraktikum beim damaligen Präsidenten des Verwaltungsbezirks Weser-Ems. 1976 wurde er als Regierungsinspektor bei der damaligen Bezirksregierung Weser-Ems eingestellt.

Mitglied ist Kramer unter anderem beim FC Rastede, bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Deutschen Roten Kreuz.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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