HUSBäKE HUSBÄKE - Noch rund eine Woche wird sie voraussichtlich dauern: die umfangreiche Sanierung der Husbäker Brücke. Nach den Konservierungsarbeiten und den Betonsanierungen werden derzeit die letzten Fahrbahnbelagsarbeiten erledigt. Im Verlauf des Freitags kommender Woche wird die Brücke, so kündigt Wolfgang Schlömer, Bautechniker beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Meppen, an, wieder befahrbar sein. „Endlich wieder freie Fahrt!“ werden sich dann vor allem die Husbäker freuen, denn die Brückenarbeiten waren für manchen Bürger „ein Sanierungsfall mit Problemen“.

„An der Notwendigkeit, die Brücke zu sanieren, gab es in der Bevölkerung keinen Zweifel“, betont Jürgen Kuhlmann, Vorsitzender des Ortsvereins Husbäke. Als sehr angenehm hätten viele Husbäker die kooperative Art der Bauarbeiter empfunden, die Fußgänger und Radfahrer während der ersten Phase der Sanierung durch die Brückenbaustelle begleitet hätten. „Sauer aufgestoßen ist uns jedoch die Öffentlichkeitsarbeit der Behörden. Wir können nicht nachvollziehen, dass die Bevölkerung nicht zeitig, d.h. mindestens 14 Tage vorher, über die Baumaßnahme informiert wurde“, so der Vorsitzende. Der Ortsverein oder auch das Landvolk hätten als Multiplikatoren genutzt werden können. Die kurzfristig angekündigte Brückensperrung habe nicht nur unter den Landwirten für viel Ärger gesorgt. Kein Verständnis habe man auch dafür, dass niemand die Husbäker über die Verlängerung der Baumaßnahme informiert habe. Anfangs sei geplant gewesen, dass die Arbeiten Ende August beendet seien. Doch aufgrund des

regnerischen Wetters verzögerten sie sich.

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Enttäuscht sei man auch über die mangelnde Zusammenarbeit der Behörden untereinander. Zu Beginn des Schuljahres habe sich anscheinend niemand Gedanken gemacht, wie die Buskinder zur Schule kommen sollten. Da die Brücke nach den Ferien komplett gesperrt war, hätten Eltern nicht gewusst, wie künftig der Schülertransport vonstatten ginge. Zwar seien die Kinder per Bus nach Edewechterdamm gebracht und von dort weiter zu den Schulen gefahren worden. Bis Anfang dieser Woche seien Husbäker Realschüler jedoch wegen der Brückensperrung und der Umwege jeden Tag 15 bis 20 Minuten zu spät zum Unterricht in Friedrichsfehn erschienen.“ Solche Probleme hätten man vermeiden können, wenn die Fahrbahnarbeiten in den Sommerferien erfolgt wären.

Bautechniker Wolfgang Schlömer vom Wasser- und Schiffahrtsamt Meppen, der zuständigen Bundesbehörde für die Unterhaltung der Brücke, entschuldigte sich für die späte Ankündigung der Baumaßnahme. Das schlechte Wetter und damit die Verlängerung der Baumaßnahme habe niemand vorhersehen können. Insgesamt sei die Baumaßnahme zügig und gut verlaufen. Die Arbeiter seien sogar bis in die Abendstunden und an Wochenenden im Einsatz gewesen. Unter anderem aus Witterungsgründen hätte man die Brückensanierung nicht vorziehen können.

„Uns ist nicht bekannt gewesen, dass die Brücke nach den Ferien auch für Fußgänger komplett gesperrt wird“, erklärte Horst Caspers, Leiter des Schulamtes beim Landkreis Ammerland, der zuständigen Behörde für Schülertransport. Der Landkreis hatte auch der Brückensperrung veranlasst. Als man nach den Ferien von den Problemen erfahren habe, habe man sofort mehrere zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt, so Caspers. Unverzüglich habe man auch eine Lösung gefunden, als man vergangenen Montag über das Zuspätkommen der Realschüler informiert worden sei. Jetzt kämen auch die Buskinder wieder pünktlich zum Unterricht.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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