JEDDELOH II „Viele aus Jeddeloh II und umzu sind schon sehr enttäuscht über die Entscheidung der Volksbank Oldenburg, zum 30. April ihr Personal aus der Filiale an der Wischenstraße abzuziehen. Viele ältere Menschen benötigen den engen Kontakt zum Bankmitarbeiter und brauchen vielfach seine Hilfe. Eine Bank im Dorf, das ist wesentlich mehr als ein Ort für Geldgeschäfte, die Bank ist eine ganz wichtige Stätte der Kommunikation“, sagt Wolfgang Seeger, Vorsitzender des Ortsvereins Jeddeloh II/Ostland.

Wie berichtet, ändert die Volksbank Oldenburg ihre Geschäftsstrukturen und zieht ihr Personal aus Jeddeloh II, Nordloh und Godensholt ab. Künftig stehen in den Filialen nur noch Automaten für die Bargeldversorgung und für Kontoausdrucke. Das hat der Ortsverein  Jeddeloh II/Ostland nun in einem Brief an die Bankvorstände in Oldenburg kritisiert und bittet darum, die Filiale Jeddeloh II zu erhalten.

„Wir wollen in unserem Dorf, wo es seit über 50 Jahren ein Geldinstitut gibt, weiterhin eine Bank mit ausreichender Infrastruktur haben, eine Bank, die den Menschen vor Ort Wertschätzung entgegenbringt“, so Seeger. Enttäuscht seien vieler darüber, dass die Volksbank einfach nur Filialen schließe und nicht über andere Formen des Kundenverkehrs nachgedacht habe. So könne man z.B. die Geschäftszeiten in Jeddeloh II verringern. „Wir brauchen nicht nur Automaten, sondern Bankmitarbeiter im Dorf.“

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Ihr Bedauern über die Entscheidung der Volksbank hatte Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch in einem Telefonat mit dem Volksbank-Vorstand zum Ausdruck gebracht. Wenn sich immer mehr Dienstleister wie z.B. Banken aus der Fläche zurückzögen, schwäche das den ländlichen Raum und treffe insbesondere ältere Menschen, die nicht über ein Auto verfügten, sagte Lausch, die ein Gespräch zwischen Ortsvereinsvertretern und Volksbank anregte.

„Wir haben es uns bei unseren Entscheidungen im Bereich Geschäftsstellenstruktur nicht leicht gemacht“, so Reinhard Nannemann, Vorstandsmitglied der Volksbank Oldenburg, gegenüber der NWZ . „Aber wir sind allen Mitgliedern und Kunden verpflichtet und müssen für die Zukunft leistungsfähige Strukturen schaffen.“ Beraten würden Kunden aus Jeddeloh II – wie bereits seit 2005/2006 – in den Filialen Friedrichsfehn oder Edewecht.

Volksbank-Kunden könnten, auch wenn das Personal in Jeddeloh II abgezogen werde, weiterhin den Kontakt zu ihren bisherigen Ansprechpartnern halten und anrufen, wenn sie besondere Wünsche hätten. Man würde auf Wunsch auch zu den Kunden nach Hause kommen und z.B. Geldbeträge vorbeibringen. Wie Vorstand Nannemann ergänzte, werde die Bank das Gespräch mit dem Ortsverein Jeddeloh II suchen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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