Bad Zwischenahn Im vergangenen Jahr hatte die Sanierung der Wiefelsteder Straße die Anlieger reichlich Nerven gekostet, jetzt sind dort schon wieder Bauarbeiter angerückt. Der neu angelegte Radweg ist an zwei Stellen aufgebrochen, Autofahrer müssen in Höhe der Pappelallee an einer Baustellenampel warten. Entlang des Radweges liegen Rohrleitungen bereit.

Was passiert hier? Wird etwa der gesamt neue Radweg geöffnet, um darunter Leitungen zu verlegen? Und: Hätte man diese Arbeiten nicht gleich im vergangenen Jahr erledigen können?

Auftraggeber der Arbeiten sind die Gemeindewerke für Wasser und Abwasser. Deren Leiter Lutz Schöbel erläuterte auf Nachfrage der NWZ, was an der Wiefelsteder Straße geschieht. Verlegt wird dort eine neue Druckrohrleitung für Abwasser, sie gehört zu einem Projekt, mit dem die Gemeindewerke bereits 2015 begonnen hatten.

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Die Leitung transportiert Abwasser vom Nordufer des Meeres zum Klärwerk in Bad Zwischenahn. Im ersten Schritt war 2015 eine Leitung vom Burgweg beim Reha-Zentrum bis zum Pumpwerk Kurpark und weiter zur Straße Auf dem Winkel verlegt worden.

„Bis zum Burgweg kam das Abwasser vom Nordufer seitdem noch über eine alte Leitung, die nahe am Meerufer verläuft“, so Schöbel. „Wir hatten dort bisher keine Brüche. Aber wenn das passieren würde, könnten wir nicht ausschließen, dass auch etwas ins Zwischenahner Meer läuft.“ Diese alte Leitung soll jetzt deutlich entlastet werden. Künftig werden darüber nur die Abwässer der direkten Anlieger abtransportiert. Die größte Menge an Abwasser wird über die neue, rund zwei Kilometer lange Leitung entlang der Wiefelsteder Straße fließen.

Aber hätte man die nicht schon im vergangenen Jahr legen können? Zu diesem Zeitpunkt seien die nötigen Mittel noch nicht da gewesen so, Schöbel. Zudem werde nicht der gesamte Radweg aufgerissen.

Die neue Leitung werde im Spühlbohrverfahren unter dem Radweg hindurch verlegt. „Dafür wird für jedes Teilstück nur eine Start- und eine Zielgrube gebraucht“, so Schöbel. Vereinbart sei eine Bauzeit bis Oktober, so Schöbel. Er hoffe aber, dass die Leitung schneller fertig werde. Sie wird bis zum Heidpand an der Wiefelsteder Straße entlang führen und dann von dort in Richtung Burgweg weitergeführt.

Mit dem Bau der neuen Druckleitung begonnen hatten die Gemeindewerke 2015, um die Geruchsbelastung durch Abwasser im Bad Zwischenahner Ortskern in den Griff zu bekommen. Damals war das Abwasser noch über offene Gefällekanäle in Richtung der Kläranlage gelaufen.

Einen Eindruck von den damals üblichen Gerüchen konnte man in Bad Zwischenahn in den vergangenen Tagen gewinnen. Wegen eines Rohrbruchs in der älteren Druckrohrleitung zwischen der Straße Auf dem Winkel und der Kläranlage musste dass Abwasser nämlich wieder über einen Gefällekanal transportiert werden. „Wenn Abwasser mal eine Weile in einer Leitung gestanden hat, kommt es leider zu sehr unangenehmen Gerüchen“, so Schöbel. Diese sollten allerdings seit Mittwochmittag wieder verschwunden sein.

Der Rohrbruch in Höhe des Bahnübergangs sei inzwischen behoben und das Abwasser laufe wieder über die Druckleitung, so Schöbel.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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