Bad Zwischenahn Der Wirtschafts- und Finanzausschuss der Gemeinde Bad Zwischenahn hat am Dienstagabend zum zweiten Mal über den Haushalt für das Jahr 2021 und die Finanzplanung für die folgenden Jahre abgestimmt – mit einigen durchaus überraschenden Änderungen.

Kein Flutlicht

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Der Plan, das Stadion Bad Zwischenahn im Jahr 2022 mit Flutlicht auszustatten, ist wieder vom Tisch. Diethard Dehnert von der Wählergruppe „Die Zwischenahner“ hatte beantragt, den Betrag von 150 000 Euro, der für das Flutlicht und die Planung einer Umgestaltung der Schützenwiese vorgesehen war, zu streichen. Er sah auch nach einer Beratung der Gemeinde mit Vereinen und Schulen, die das Stadion mehr oder weniger regelmäßig nutzen, keinen Bedarf für das Flutlicht. Wie schon im Kultur- und Sportausschuss am 9. November sprach sich auch die FDP gegen das Flutlicht aus.

Überraschend kam ein Sinneswandel der CDU. Die hatte sich am 9. November zwar auch gegen eine Finanzierung des Flutlichts im Jahr 2021 ausgesprochen. Die Union hatte aber selbst beantragt, das Geld im Jahr 2022 bereit zu stellen.

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Jetzt habe die Fraktion erneut beraten und sei überzeugt, dass es in Rostrup, Elmendorf und auch in Gristede – wo die Spielgemeinschaft Elmendorf-Gristede spielt – ausreichend Fußballplätze mit Flutlicht gebe, so der Fraktionsvorsitzende Frank Martin. Für die CDU sei das Flutlicht nicht entscheidungsreif, der Betrag solle erstmal gestrichen werden.

Bei der SPD löste der Sinneswandel Unverständnis aus. Der Bedarf für das Flutlicht im Stadion sei dokumentiert, auch Leichtathleten brauchten Trainingszeiten am Abend – und diese Anlagen gebe es nur im Stadion, erinnerte Henning Dierks. Zudem wolle auch die GVO-Versicherung nach ihrer Ansiedlung an der Eyhauser Allee das Stadion mit ihren Mitarbeitern nutzen, erinnerte er. Auch Bürgermeister Arno Schilling setzte sich noch einmal für das Stadion-Flutlicht ein – ohne Erfolg: Der Betrag wurde mit 4:5 Stimmen aus der Planung genommen.

Ortsdurchfahrt Petersfehn wird umgebaut

Geld gibt es allerdings für die Ortsdurchfahrt in Petersfehn. Der Umbau soll 2021 geplant und 2022 gebaut werden. Dann will auch der Landkreis Ammerland die Fahrbahn der Mittellinie erneuern. Auch über die Finanzierung dieser Maßnahme hatte es Streit gegeben. SPD und Grüne wollten sie schnell umsetzen, vor allem die CDU hatte sich dagegen gewehrt, die nötigen Mittel fest einzuplanen. Beschlossen worden war letztlich, dass die Ortsdurchfahrt erneuert werden soll, „sobald die entsprechenden Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden können“. Das ist jetzt, angesichts der deutlich verbesserten Haushaltslage, möglich. Nachdem die Gemeinde deutlich gemacht hatte, dass auch der Landkreis die Fahrbahnsanierung fest für 2022 einplant, wurden die Mittel einstimmig freigegeben. 100 000 Euro will die Gemeinde 2021 für die Planung, 935 000 Euro im Jahr 2022 für den Bau ausgeben.

90 000 Euro für Kita-Umbau in Ofen

Und noch ein umstrittenes Thema ist geklärt: Die Gemeinde Bad Zwischenahn beteiligt sich mit 90 000 Euro am Umbau der Evangelischen Kindertagesstätte in Ofen. Das Gebäude gehört der Kirchengemeinde Ofen, die Kita wird vom Oldenburger Verbund Ekito betrieben. 90 000 Euro Zuschuss erschienen der CDU und der Wählergruppe „Die Zwischenahner“ im Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales am 16. November zu hoch, vor allem die Union wollte sich vor der Zustimmung vor Ort ein Bild machen. Das ist inzwischen geschehen.

Die Erläuterungen des Architekten und die Pläne von Ekito seien überzeugend gewesen, sagte Frank Martin. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss gab den gewünschten Zuschuss von 90 000 Euro einstimmig frei.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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