Bad Zwischenahn Hartwig Quathamer ist umgestiegen: Zwei Autos hatten er und seine Ehefrau früher, heute kommen sie mit einem aus – und zwar einem Elektro-Auto. Diese Lösung hat Quathamer bisher auch kaum einmal bereut – nur in seinem Wohnort Bad Zwischenahn stört ihn ein kleiner Umstand: Die Parkgebühren an den beiden öffentlichen Ladesäulen auf den Parkplätzen am Hogen Hagen und ZOB an der Straße Langenhof.

Als Quathamer sich das Elektro-Auto von BMW angeschafft hatte, schloss er auch einen Vertrag mit der EWE ab. An deren Ladesäulen kann der 65-Jährige vergleichsweise günstig „tanken“. Ungefähr drei Stunden dauert der Ladevorgang. Beide Stationen, die am ZOB und die am Hogen Hagen, liegen nur wenige Minuten Fußweg von Quathamers Wohnung im Ortskern entfernt. Er stellt seinen Wagen dort ab, und holt ihn wieder, wenn der Akku voll ist.

Über Parkgebühren hatte er sich zuerst gar keine Gedanken gemacht, gibt er zu. Als das erste Parkticket an seinem Wagen steckte, ging er noch davon aus, dass er es bekommen hatte, weil das Auto auch nach Ende des Ladevorgangs an der Säule stand. Dann kam ein zweiter Strafzettel, diesmal während des Ladevorgangs.

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Erst da, so Quathamer, habe er auf Nachfrage beim Ordnungsamt erfahren, dass auch Fahrer von Elektro-Autos an den öffentlichen Ladesäulen einen Parkschein ziehen müssen. Das tut er natürlich seitdem – ärgerlich findet er es trotzdem. „In anderen Gemeinden muss man für diese Zeit nicht bezahlen“, sagt Quathamer, der sich eine solche Regelung auch für Bad Zwischenahn wünscht. „Das wäre sicher auch ein Anreiz für auswärtige Gäste, die Bad Zwischenahn mit einem Elektro-Auto besuchen wollen“, meint er.

Tatsächlich hatten auch Vertreter der LzO, die die Ladesäule gemeinsam mit der EWE betreibt, bei der Vorstellung der Ladestation am Hogen Hagen im April 2019 angeregt, die Gemeinde könne doch während des Ladevorgangs auf die Parkgebühren verzichten. Bürgermeister Arno Schilling hatte damals angekündigt, das prüfen zu lassen. Bisher, so erklärte er am Montag auf Nachfrage, habe die Verwaltung in dieser Hinsicht aber noch nichts unternommen. Das will Schilling jetzt nachholen, sagte er zu. Tatsächlich seien die zu erwartenden Ausfälle bei den Parkgebühren auf insgesamt vier Stellplätzen mit Lademöglichkeit zu verschmerzen.

E-Auto Fahrer Quathamer würde es freuen. Der Zwischenahner hat aber noch einen weiteren Wunsch: Ein konsequentes Vorgehen gegen Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotor, die Plätze an Ladesäulen blockieren.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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