Augustfehn /Hengstforde Sie sind befahrbar – die beiden neuen Brücken über den Augustfehn-Kanal, die Friedensbrücke und Neue Barre-Brücke heißen sollen: Beide Bauwerke – diese Woche erfolgten die Restarbeiten an den Brückengeländern – sind zwei wichtige Verbindungen zum geplanten Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde, dessen Erschließung Bauwillige sehnlichst erwarten. Denn die Nachfrage nach Bauland ist groß. Wann kann endlich gebaut werden?

2020 werde es werden, bis im neuen Wohngebiet östlich der neuen Häuserreihe an der Straße Am Kanal – die ersten Häuser entstehen könnten. Anbieten wolle man noch in desem Jahr 25 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser sowie zehn Grundstücke für Mehrfamilienhäuser. Das hatte Dörthe Meyer, Geschäftsführerin der Niederländischen Landgesellschaft (NLG) in Oldenburg, Mitte Mai angekündigt. Die NLG lässt das 30 Hektar große Areal erschließen, wo im Laufe der Jahre rund 300 Grundstücke bebaut werden sollen.

Bestätigt hat Meyer jetzt den Zeitplan: Anfang Juni wurde der Auftrag für die Erschließungsarbeiten des ersten Bauabschnitts vergeben, die über die neue Friedensbrücke erfolgen sollen, im Juli soll Baubeginn sein.

70 Baugrundstücke sollen im ersten Bauabschnitt insgesamt geschaffen werden. Das hatten NLG-Vertreter während der letzten Sitzung der Aper Bau- und Planungsausschusssitzung mitgeteilt. 34 000 Kubikmeter Bodenaushub würden anfallen, 24 500 Kubikmeter Füllsand seien nötig, 6500 Quadratmeter Asphaltbaustraße würde geschaffen, 1040 Meter Regenwasserkanal würde man bauen und 900 Meter Schmutzwasserkanal.

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Um sämtliche Baumaterialien für den Straßen- und Kanalbau zu transportieren, seien ein Jahr lang 2500 Anlieferungen nötig. Weil ein Großteil des Bodens im neuen Baugebiet verarbeitet werde, sei die Zahl der Lkw-Fahrten geringer als bei anderen Baugebieten, ergänzte NLG-Geschäftsstellenleiterin Dörthe Meyer.

5 Meter hoch und 20 Meter breit soll der Lärmschutzwall werden, der ebenfalls zu den Arbeiten im 1. Bauabschnitt gehört. Ferner zählen dazu neben den Brückenneubauten die Kanalbauarbeiten sowie der Bau der Haupterschließungsstraße und des Regenrückhaltebeckens. Notwendig ist der hohe Lärmschutzwall, der parallel zur Bahnlinie geschaffen wird, um Lärm durch Zugverkehr, aber auch durch nahen Gewerbeflächen in Hengstforde zu mindern.

Das Thema Lärm – Lärmschutz, Lärmpegel und künftige Lärmimmissionen – ist einer der Knackpunkte im baurechtlichen Verfahren für das Riesenbaugebiet. Denn abgeschlossen ist das nach NLG-Angaben zeitintensive und aufwendige Verfahren immer noch nicht, obwohl vorbereitende Arbeiten (Brückenneubauten und Erschließung) bereits erfolgen. Diverse Mal haben politsche Gremien bereits über das geplante Wohngebiet beraten, zu dem bereits im April des Jahres 2016 ein Anliegerforum stattfand.

3 Bebauungspläne – 123 A und 123 B sowie 137 – regeln Baurechtliches rund um das neue Wohngebiet. Nächsten Dienstag geht es im Rat erneut um baurechtliche Grundlagen: wiederum um den Bebauungsplan Nr. 123 B, der den südlichen Teil des neuen Wohngebiets (nahe der Bahnlinie und der Hengstforder Gewerbebetriebe) umfasst. Hauptthema: die Schallproblematik.

In einem neuen Schallgutachten wurden der Lärm, der von den Hengstforder Gewerbebetrieben ausgeht, und der Schienenlärm erfasst. Nach den neuen Prognosedaten der Bahn soll sich, so heißt es, der Schienenlärm bis 2030 verringern. Der Bebauungsplan für den südlichen Bereich des Wohngebiets enthält nun Bereiche mit verschiedenen Lärmpegeln.

20 Grundstücke werden es im südlichen Bereich nahe des Lärmschutzwalls voraussichtlich sein, für die besonders starker Schallschutz gilt. Das heißt, für Bauwillige gelten besondere Vorgaben – und sie haben höhere Investitionen. So dürfen Fenster in Richtung Geräuschquelle (Richtung Süden, sprich Bahnlinie und Gewerbebetriebe) nicht zu öffnen sein oder sollten verglaste Vorbauten erhalten. Besondere Anforderungen gelten auch für z.B. Wintergärten. Außenwohnbereiche (Terrassen) dürfen nur im Schallschatten entstehen (nicht im Süden). Außerdem muss der Schalldruckpegel in Schlafräumen nachts unter 30 dB liegen, das entspricht dem Klicken der Armbanduhr. Bei geöffneten Fenster schlafen – aus Schallschutzgründen nicht möglich.

Brückennamen und Wohnprojekt

Der Gemeinderat wird sich am Dienstag, 25. Juni, ab 18 Uhr im Gasthof Rothenburg in Godensholt nicht nur mit den baurechtlichen Grundlagen für das neue Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde beschäftigen. Außerdem soll darüber beraten werden, ob die beiden neuen Brücken in Augustfehn Friedensbrücke und Neue Barre-Brücke heißen sollen. Das hat der Runde Tisch vorgeschlagen, der sich mit den Namen für Straßen, Plätze und Brücken für das neue Wohngebiet Augustfehn/Hengstforde beschäftigt.

Auf den Weg gebracht werden soll ferner ein Neubauprojekt auf dem ehemaligen Raiffeisengelände in Apen: Dort will der Aper Investor Peter Stock zwölf zweigeschossige Reihenhäuser mit 24 Wohnungen errichten. Außerdem geht es um Geld: Die Jahresabschlüsse 2014 und 2015 werden vorgestellt, über außerplanmäßige Ausgaben (wie die Kosten für Brandschutz an der Janosch-Grundschule) wird gesprochen und ferner über die Erhöhung des Kapitals bei Apens Beteiligung an der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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