Apen Erst vor einem Vierteljahr entstand die Idee, nun steht das Produkt auf dem Hof der Aper Firma AMF Bruns: ein Saic Maxus EV 80 E mit Aper Innenleben.

„Das ist der erste vollständig durch Elektrizität betriebene Transporter, den wir umgerüstet haben und der für den Personentransport in deutschen Großstädten eingesetzt werden kann“, sagt Stefan Willjes, Vertriebsleiter Deutschland Hubmatik bei AMF Bruns. „Elektromobilität bekommt für Unternehmen, die Fahrdienste leisten, wie z.B. Malteser, Rotes Kreuz, aber auch Busunternehmen in Zeiten von drohenden Fahrverboten einen immer höheren Stellenwert“, so Willjes, der schon seit mehr als 20 Jahren bei Europas Marktführer und Spezialist im Bereich Behindertenfahrzeuge und rollstuhlgerechtem Fahrzeugumbau tätig ist.

Umgebaut wird von den Apern ein geschlossener Kastenwagen aus China, eben jener Saic Maxus EV 80 E. Er wird im Fernen Osten auf Basis eines Nutzfahrzeugs des ehemaligen britischen Herstellers LDV produziert, den der Autohersteller Saic übernommen hat.

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Infos über Saic

SAIC steht für Shanghai Automotive Industry Corporation. Sie gehört in China zu den größten Gruppen von Herstellern, die Autos, Motorräder und Autoteile produzieren. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet, beschäftigte 2017 rund 164 000 Mitarbeiter und machte 2015 einen Umsatz von 22,74 Milliarden Euro. Zu den Kooperationspartnern zählen VW, General Motors, Ford sowie Volvo.

Seit einigen Jahren bietet Saic den Maxus, einen Kastenwagen, als Elektroauto an. Diesen Wagen rüstet AMF Bruns um. Zum einen wird der Maxus als neunsitziger Kombi angeboten, zum anderen als Achtsitzer zur Beförderung von Menschen mit Handicaps. Die Reichweite des Wagens beläuft sich auf bis zu 200 Kilometer, der Motor hat eine Leistung von 56 KW (Frontantrieb). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h, die die Ladedauer 2 Stunden (Gleichstrom) bzw. 6 bis 7 Stunden (Wechselstrom). Ein Fahrzeug kostet je nach Ausstattung ab 52 000 Euro, die monatliche Leasingrate (ohne Strom) rund 1200 Euro.

„Solche elektrisch angetriebenen Transporter baut das chinesische Unternehmen schon seit einigen Jahren, und sie sind, gerade in Verbindung mit der Diesel-Diskussion, auch in Europa eine interessante Alternative. In China werden die Autos vor allem von Paketdiensten und Handwerkern genutzt.“ Deutsche Autobauer wie VW und Mercedes brächten erst im Laufe dieses Jahres Elektro-Transportfahrzeuge auf den Markt. Doch der Hersteller sei nach Einschätzung von Willjes bei Elektromobilität nicht entscheidend; das E-Auto als solches werde vom Kunden gewünscht. Eine Kostenfrage sei das Ganze natürlich auch.

Hergerichtet wird der Saic Maxus EV 80 E in Apen nach Angaben von Willjes in zwei Varianten, als neunsitziger Kombi oder als sogenanntes KMP (Kraftfahrzeug zur Beförderung von mobilitätseingeschränkten Personen) mit acht Sitzplätzen (inklusive Fahrer), davon vier Plätze für Rollstuhlfahrer. „Die Fahrzeuge werden quasi entkernt, selbst die Scheiben werden entfernt. Dann wird das Fahrzeug neu ausgestattet.“ Ob Himmel oder Innenverkleidung, Sitze oder Hubvorrichtungen – das Innenleben des Wagens sei „Made in Apen“. Angeboten werde der Maxus insbesondere als Mietwagen. Dabei erhalte man ein Rundum-Sorglos-Paket und habe neben der Leasingrate nur Stromkosten zu zahlen.

Das noch nicht ausreichend ausgebaute Netz mit Elektro-Tankstellen sei derzeit das größte Handicap, erklärt Saadet Taskin von dem Unternehmen „Die Fahrdienste“ , einem Dienstleister für Menschen mit Behinderung mit Sitz in Hannover. Die Firma gehört wie die Malteser zu den Testkunden des „Aper Maxus“. „Eine Alternative zu Fahrzeugen mit Dieselantrieb ist der E-Transporter allemal“, so Taskin.

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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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