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Ammerland Nein, oft kommt es nicht vor, dass sich die Politiker ganz unterschiedlicher Fraktionen absolut einig sind. In Sachen Insektenschutz hat der Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft des Landkreises Ammerland jetzt jedoch Einigkeit bewiesen – in gleich mehreren Punkten.

So stimmte das Gremium einstimmig dafür, im kommenden Jahr das Blühstreifenprogramm der Jägerschaft Ammerland mit einem Betrag von 6000 Euro zu fördern. Darüber hinaus gab es auch ein klares Ja zum Antrag der CDU-Kreistagsfraktion auf Erhöhung der Förderung des Blühstreifenprogramms für die Ortsbürgervereine im Landkreis. Hier wurden 2000 Euro gewährt. Des weiteren zeigten sich die Kommunalpolitiker einig in dem Wunsch, die Pflege der kommunalen Grünflächen künftig unter ökologischen Gesichtspunkten vornehmen zu lassen.

Naturschutzverbände

Klingt vielleicht erst einmal kryptisch, ist aber im Grunde ganz einfach. So wurde die Kreisverwaltung per Beschluss aufgefordert, mit den Kommunen ins Gespräch über die künftige Pflege von all den Grünstreifen rechts und links von Rad- und Spazierwegen, aber auch Straßen und landwirtschaftlichen Strecken zu treten und auch die eigenen Flächen künftig unter dem Aspekt des Insektenschutzes zu pflegen. Damit folgte der Ausschuss einem gemeinsamen Antrag von BUND, NABU und der Naturschutzgemeinschaft Ammerland.

Die Idee: Sobald die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, also ein Teil des Grüns quasi ordnungsgemäß gemäht wurde, soll danebenstehendes Grün so belassen werden, wie es ist. Gleichzeitig soll versucht werden, Mäher zu nutzen, die Insekten eine höhere Überlebenschance ermöglichen, sowie eine Mähhöhe von zehn Zentimeter nicht zu unterschreiten. Und auch der Landkreis selbst, so wurde in der nachfolgenden Debatte deutlich, soll mit gutem Beispiel vorangehen und Grünflächen rund ums Kreishaus in Blühflächen verwandeln. Dass das bereits läuft, stellte Erster Kreisrat Thomas Kappelmann fest und verwies unter anderem auf den Innenhof, aber auch andere Flächen, bei denen auf Insektenschutz geachtet werde.

So ist am rückwärtigen Teil des Anbaus zur Süderbäke hin eine bunte Blühfläche entstanden.„Wir sind der Anregung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefolgt, auf dieser circa 800 Quadratmeter großen Fläche statt Rasen eine Blühfläche anzulegen. Und das Ergebnis überzeugt in jeder Hinsicht: Die bunt wogende Wiese ist nicht nur schön anzusehen und ein olfaktorisches Erlebnis, sondern auch wichtiger Lebensraum für Bienen und andere Insekten“, erklärte Thomas Kappelmann zudem am Freitag in einer zusätzlichen Pressemeldung über das Engagement des Landkreises.

Saatgut

Zum Einsatz sei ein zertifiziertes, regionalspezifisches Saatgut aus Wild- und Nutzpflanzen, von dem heimische Insekten und Vögel profitieren sollen, gekommen. „Die Blühfläche hat eine große Artenvielfalt und verändert ihr Aussehen im Jahresverlauf mit den verschiedenartigsten Blütenfarben“, freute sich Thomas Kappelmann über das „öffentliche Bunt“.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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