LOY Schüchtern betritt das Fohlen in Begleitung von Mutterstute und Züchterin den Vorführplatz. Unter den strengen Blicken der beiden Richter Otto Ammermann (olympische Silbermedaille im Vielseitigkeitsreiten 1976) und Heinrich Behrmann werden Körperbau und Haltung des Jungtieres begutachtet. „Bitte einmal in den Trab“, sagt Behrmann zu der Züchterin, die sich daraufhin mit den beiden Pferden in Bewegung setzt.

Auch die Geräuschkulisse aus Hufgetrappel und Wieherlauten um Gut Buttel bei Loy verhieß an diesem Sonnabendmorgen, dass es erneut Zeit war für die alljährliche Rasteder Fohlenschau. „Bereits zum sechsten Mal in Folge ermöglichen wir den Züchtern, ihre Fohlen aller Rassen zu präsentieren“, erzählt Hauptveranstalter und Gutsbesitzer Dietrich Thoms von der Interessengemeinschaft Ammerländer Zucht- und Sportpferde e.V. „Die Jungtiere stammen allesamt aus den umliegenden Landkreisen. Sie werden den beiden Richtern einzeln vorgeführt und abschließend in Gruppen bewertet.“, so Thoms weiter.

Doch nicht nur die Richter warfen am vergangenen Wochenende einen genauen Blick auf die Fohlen. Viele Besucher und interessierte Züchter schauten ebenfalls auf Gut Buttel vorbei. „Ein Teil der Tiere wird nach der Schau verkauft, andere bleiben in ursprünglicher Züchterhand.“, berichtet Schau-Sprecherin Ute Burmeister aus Bad Zwischenahn, „Daher ist diese Fohlenschau eine ideale Vermarktungsplattform für Pferdezüchter. Interessierte Käufer können sich einen guten Überblick über die Fohlen aus der Region verschaffen.“

Insgesamt 33 Fohlen wurden am Sonnabend präsentiert. Damit kann die Rasteder Fohlenschau leicht steigende Anmeldezahlen vorweisen. „Der Markt ist im Moment sehr gesättigt. Sportreiter wollen zudem meist nur ältere Fohlen erwerben, da diese schon erfahrener sind. Ich persönlich finde das auch etwas schade, da ein Fohlen aufzuziehen mehr bedeutet als reines Training.“, sagt Ute Burmeister, die selbst auch aktiv reitet.

In gemütlichem Rahmen mit Kaffee, Kuchen und Bockwürstchen fand die Fohlenschau auch bei den Besuchern Anklang, die keinen Kauf eines neuen Fohlens planten. So wird wohl der ein oder andere auch am Rande des Vorführplatzes über die Jungtiere gefachsimpelt haben, doch das letzte Wort hatten selbstverständlich die beiden Richter. Voll des Lobes zeigten sie sich insgesamt gegenüber den Fohlen der Region.

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