Westerstede Die Zeitangabe auf der Homepage läuft stetig zurück, zeigt Tage, Stunden und Minuten, bis die Rock’n’Rhodo in die dritte Runde geht. Am 8. September steigt dann endlich das Musikfestival auf der Skateranlage am Hössensportzentrum.

Der Jugendbeirat

Der Jugendbeirat (JBR) ist die Interessenvertretung von Westersteder Jugendlichen. Er wurde 1998 gegründet.

Dem Vorstand gehören fünf Mitglieder an. Dies sind Malte Henken (Vorsitzender), Rena Meyer (stellv. Vorsitzende), Nele Helmers (stellv. Vorsitzende), Carola Schaa (Kassenwartin) und Lars Stanislawski (Protokollant). Weitere 20 Leute sind als Beisitzer dabei. Die Mitglieder sind zwischen 14 und 25 Jahre alt.

Aufgabe des Jugendbeirates ist die Interessenvertretung der jungen Menschen in und um Westerstede gegenüber der Stadt sowie allen Organisationen, die im Bereich der Jugendarbeit tätig sind. Darüber hinaus ist der JBR in den Ausschüssen und im Kuratorium für Jugendeinrichtungen und dem Präventionsrat vertreten.

Weitere Infos zum Jugendbeirat, seinen Aufgaben und Projekte unter

    www.jbr-westerstede.webnode.com

Organisiert wird das Punk-Rock-Festival von Mitgliedern des Jugendbeirates der Stadt Westerstede, den Gründern des Events. So war die Idee 2016 bei einem sogenannten programmatischen Tag von Kindern und Jugendlichen angesprochen worden, erklärt Malte Henken, Vorsitzender des Jugendbeirates.

Freizeit ist Planungszeit

Gemeinsam mit Thore Hauschulz gehört Henken mit acht weiteren Mitgliedern derzeit zum Organisationsteam von Rock’n’Rhodo. Mit Unterstützung von der Jugendpflege der Stadt bereitet die Truppe das Festival vor – in ihrer Freizeit. Dabei ist die Arbeit nicht immer leicht. „Man merkt, was für ein Aufwand es ist, so ein Event zu organisieren“, sagt Henken. Auflagen, wie Gema-Gebühren, Versicherungen, Security und Erste-Hilfe-Betreuung, müssten alle im Vorfeld geklärt werden. Dazu komme die Suche nach Sponsoren und Bands.

Angefangen mit der Planung für das diesjährige Festival haben die Jugendlichen bereits unmittelbar nach dem Festival 2017. „Wir haben zunächst reflektiert, was gut lief und was nicht. Und dann mit den Planungen für das nächste Festival angefangen“, erzählt Thore Hauschulz.

Bewährtes Konzept

Bei ihren Planungen könnten sie auf ein bewährtes Konzept der vergangenen Jahre zurückgreifen, sagt Hauschulz, der ebenso wie Henken zum ersten Mal aktiv zum Orga-Team gehört – davor hatten sie eher zugearbeitet. Die ersten Organisatoren seien erfahrene Festivalkenner gewesen und hätten ihre Erfahrungen gut eingebracht.

Nach der Aufarbeitung des letzten Festivals legten sie als erstes den Termin für das Rock’n’Rhodo 2018 fest. „Dabei achten wir darauf, dass es an dem Wochenende kein anderes großes Festival in der Region gibt und es nicht in die Sommerferien fällt“, erklärt Malte Henken. Da einen passenden Termin zu finden, sei nicht immer ganz einfach. Mittlerweile ist das Festival aus diesem Grund von Anfang August in 2016 auf Anfang September in diesem Jahr gerutscht.

Bis Ende 2017 hieß es dann intensiv auf Sponsoren- und Bandsuche zu gehen. Für letztere hatten die jungen Organisatoren zu Bewerbungen auf ihrer Rock’n’Rhodo-Facebook-Seite aufgerufen. Bis Dezember konnten sich regionale und überregionale Bands für die Teilnahme bewerben. „Mehr als 24 Bewerbungen haben wir bekommen“, erzählt Thore Hauschulz. Da nur sechs Bands am 8. September auftreten werden, musste eine Auswahl getroffen werden. „Wir haben uns zunächst alle Bands angehört und bewertet“, so der 17-Jährige. Danach wurden die Gruppen ausgewählt, angeschrieben und Verträge aufgesetzt. Auch die Gage für den Auftritt musste verhandelt werden. Auftreten werden bei Rock’n’Rhodo 2018: Saint Lilly aus Oldenburg, The Six Leaves, Alconauts, Joseh, Leopatra und This Is Not Utopia.

Bis zu den Osterferien mussten dann Kostenkalkulationen aufgestellt, Zuschüsse beim Landkreis beantragt und die „humane Versorgung“ organisiert werden, das heißt, dass es Essen und Getränke für die Besucher gibt – und auch Toilettenwagen. „Da merkt man, wie viel so ein Toilettenwagen kosten kann – nämlich gar nicht so wenig“, sagt Henken schmunzelnd.

Seit den Osterferien läuft die heiße Phase der Vorbereitungen. Plakate werden gedruckt und verteilt, Bänder für die Festivalbesucher in Auftrag gegeben und die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Von einer Stunde die Woche steige der Zeitaufwand derzeit für die Organisation des Festivals auf drei Stunden pro Woche an, so Henken – und das neben der Schule.

Für alles ein Experte

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Rock’n’Rhodo

Das Musikfestival findet am Samstag, 8. September, von 15.30 Uhr bis 23 Uhr auf der Skateranlage des Hössensportzentrums in Westerstede statt. Es werden sechs Bands auftreten, darüber hinaus wird ein DJ wird zwischen den Auftritten für Unterhaltung sorgen. Die Jugendfeuerwehr bietet Bratwurst und Pommes an.

www.rock-n-rhodo.de

Die Aufgaben haben sich die jungen Leute vorher aufgeteilt. Jeder mache das, wo er „Experte“ sei. „Es macht auf jeden Fall Spaß. Wir versuchen, alles im Team auf einer freundschaftlichen Eben zu schaffen“, sagt Malte Henken. Und wenn nicht alles glatt gehe, dann sei das halt so. „Das Festival darf auch Macken habe“, sagt Henken. Es sei halt immer noch eine Jugendveranstaltung. Spaß mache es auf jeden Fall.

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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