Seit 50 Jahren ist Theodor Runden bei der Firma Moorgut Kartzfehn von Kameke GmbH & Co. KG in Kartzfehn beschäftigt. Das Jubiläum feierte er nun „sehr emotional“ (O-Ton Runden) in dem Unternehmen. Runden, der die Putenbrütereien in Kartzfehn (Kreis Cloppenburg, seit 1978) und in Neuenkruge (seit 2001) maßgeblich mit aufgebaut hat – Neuenkruge führt er auch – und seit 1999 Mitglied der Geschäftsführung ist, wurde früh von den Geschäftsführern Heinz Bosse und Ewald Drebing von Zuhause in Petersdorf (Kreis Cloppenburg) abgeholt und mit dem „Theo-Mobil“ nach Neuenkruge ins Ammerland gefahren. Dort wurde er mit einem Feuerwerk lautstark begrüßt. Nach dem Sektempfang ging es nach Kartzfehn, wo ihm die Mitarbeiter mit einem großen Bogen und geschmückten Arbeitsplatz einen herzlichen Empfang bereiteten. Überreicht wurde ihm auch symbolisch das 490 946 096. Putenküken, das seit seinem Dienstantritt 1964 die Kartzfehner Brütereien verlässt.

32 Millionen Eier

Das Moorgut Kartzfehn besteht seit mehr als 50 Jahren. Im Mai 1957 schlüpften die ersten 70 Küken aus 100 Bruteiern. Heute werden auf eigenen Farmen jährlich 330 000 Elterntiere gehalten, die rund 32 Millionen Bruteier erzeugen. In den Kartzfehner Brütereien schlüpfen jährlich rund 21 Millionen Puteneintagsküken.

Exportiert wird 25 Prozent der Erzeugung nach Polen, Tschechien, Rumänien, Ägypten, die Ukraine, Iran und nach Russland. Deutschlandweit stammt jedes zweite eingestallte Küken aus Kartzfehn. Die Firmengruppe mit 450 Mitarbeitern erzielte einen Umsatz von 60 Millionen Euro pro Jahr.

„Ich bin freitags aus der Schule entlassen worden, am Montag bin ich hier angefangen“, berichtet Theodor Runden. Vor ihm haben bereits sein Vater und Großvater für das Unternehmen gearbeitet. Mit seinem Sohn ist nun die vierte Generation der Familie Runden in Kartzfehn beschäftigt.

Viel habe sich in den 50 Jahren seines Wirkens verändert, berichtet Runden, vor allem in der Bruttechnik, wo heute Computer die Prozesse steuerten. Aber: „Technik alleine macht es nicht“, sagt Ewald Drebing und ergänzt: „Theodor Runden hat ein sehr gutes Gespür für die Tiere.“ Der Brutmeister nehme auch heute noch jedes Küken in die Hand, um die Qualität zu überprüfen, sagt Theodor Runden, der in den vergangenen 50 Jahren „viel von der Welt“ gesehen habe.

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Eigentlich wäre der 30. April der letzte Arbeitstag für Runden. Dann könnte er sich seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten wie seinem Engagement im Arbeitskreis Demografischer Wandel in Petersdorf, im Sport- oder Schützenverein widmen. Doch Runden wird noch weiter für das Unternehmen arbeiten. „Wir können das Know-how gut gebrauchen“, sagt Heinz Bosse. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird Theo Runden weiter die Brüterei in Neuenkruge leiten.

Erfolgreich waren wieder einmal die Jugendschützen des Schützenvereins Wiefelstede bei den Bezirksmeisterschaften des Oldenburger Schützenbundes. Die Jugendmannschaft mit Dorian Janßen, Hanna Harms und Leonie Aden erreichte den zweiten Platz, die Juniorenmannschaft mit Jasper Spoede, Alexander Groen und Florian Aden wurde Bezirksmeister. In der Einzelwertung errang die Jugendschützin Hanna Harms den dritten Platz. Alexander Groen holte die Goldmedaille in der Juniorenklasse.

In gerade einmal sechs Jahren hat Bäcker Holger Bruns seine Bio-Bäckerei „Butterfly“ in Wiefelstede vom Ein-Mann-Betrieb hin zu einem Unternehmen mit 23 Mitarbeitern entwickelt. Dabei setzt er ausschließlich auf Bio-Produkte. „Wir kaufen direkt beim Erzeuger, durch die Einsparung von Zwischenhändlern können wir zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten“ erklärte Bruns seinen Besuchern: Die FDP Ammerland hatte sich angesagt. Die waren vor allem beeindruckt von der komplett traditionellen Herstellung. Bruns berichtete den Liberalen ausführlich über Schwierigkeiten beim Schritt in die Selbstständigkeit – aber auch von positiven Erfahrungen, beispielsweise mit der Ammerländer Wirtschaftsförderung, als er sein Verkaufsfahrzeug anschaffen wollte. Inzwischen hat er zwei davon und beschickt damit zehn Wochenmärkte in der gesamten Region. Die Kreistagsabgeordneten Jürgen Drieling und Hartmut Bruns zeigten sich erfreut über das Lob für den Landkreis. Nach dem Rundgang durch den Betrieb, der derzeit um eine neue Kühlzelle, einen Gärunterbrecher und einen Logistikbereich erweitert wird, gab es für die Gäste natürlich noch verschiedenes Gebäck zum Probieren. Als Dank für die offenen Türen überreichte der Kreisvorsitzende Carsten Helms eine blau-gelbe Brotdose mit weiteren „liberalen Utensilien“.

Wechsel im Vorsitz der Wiefelsteder SPD-Ratsfraktion: Nachdem Bundestagsabgeordneter Dennis Rohde das Amt wegen seiner Arbeit in Berlin abgeben wollte (die NWZ  berichtete), wählte die Fraktion am Dienstagabend in Rabes Gasthof Jörg Weden einstimmig zum Nachfolger. Wedens Sitz im Verwaltungsausschuss (VA) soll Hans-Dieter Schneider übernehmen. Der Gemeinderat muss über letzteres in seiner nächsten Sitzung noch beschließen. Schneider war bislang Stellvertreter Wedens im VA. Dennis Rohde will ungeachtet seines Verzichts auf den Fraktionsvorsitz der Kommunalpolitik im Ammerland treu bleiben. So wird er weiterhin dem Wiefelsteder Sozial- und Jugendausschuss vorsitzen, zudem bleibt er Vorsitzender der SPD Ammerland. „Wir wollen die sukzessive Abschaffung der Kita-Gebühren in der Gemeinde weiter diskutieren“ begründete Rohde seine Absicht, auch dem Sozial- und Jugendausschuss als Vorsitzender weiter treu zu bleiben.

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