Wiefelstede Sogar auf den Fensterbänken nahmen die Zuhörer am Montag Platz. Rund 70 Bürger waren zur Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ins Rathaus gekommen. Neben den Plänen für eine Altenwohnanlage an der Metjendorfer Straße 15 interessierte die Zuhörer vor allem die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 142 „Wiefelstede Nord“.

Grund für die Planungen für ein Baugebiet in Wiefelstede-Nord sind fehlende Wohnbaugrundstücke. Zurzeit liegen 201 Bewerbungen auf Erwerb eines Grundstückes im Ort Wiefelstede vor.

Erste Idee

Berücksichtigen müsse die Gemeinde nicht nur Anträge auf Einfamilien- und Doppelhäuser, betonte Bürgermeister Jörg Pieper, sondern auch den Mietwohnungsbau. „Sonst wird es für junge Menschen schwierig, Wohnungen zu bekommen.“ Der vorliegende Entwurf sei als erste Idee zu verstehen.

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Rita Abeln vom Planungsbüro NWP stellte den Entwurf, der rund 50 Grundstücke umfasst, vor. Das etwa fünf Hektar große Gebiet liegt an der Oldenburger Landstraße sowie der Straße „Alter Damm“ und grenzt an das Schwimmbad. Die Flächen werden zum Teil von der Staudengärtnerei Wichmann genutzt.

Möglich seien verschiedene Varianten, erläuterte Abeln. So präsentierte sie auch einen kleineren Entwurf mit einer Fläche von 3,4 Hektar. In diesem Fall läge das Baugebiet entlang der Oldenburger Landstraße und würde nicht an das Schwimmbad grenzen. Die vorgestellten Varianten sehen in südlicher Richtung Mietwohnungsbau sowie einen Spielplatz vor.

Erforderlich sei eine Untersuchung zur Lärmbelästigung, die vom Schwimmbad ausgeht, erläuterte Abeln. Gleiches gelte für den Verkehrslärm. Abeln stellte außerdem die Ergebnisse einer ersten geruchstechnischen Untersuchung vor, die die dort ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe berücksichtigt. Die beauftragte Messstelle kommt zu dem Ergebnis, dass das geplante Wohngebiet realisierbar ist. Die Geruchsimmissionen liegen bei maximal neun Prozent der Jahresstunden, erlaubt sind zehn Prozent.

Falsche Werte

Von Zuhörer Karl-Heinz Gertjegerdes kam die Anmerkung, dass die Prüfstelle mit falschen Werte gerechnet habe. Ausschussvorsitzender Jens Nacke (CDU) machte daraufhin deutlich, dass es sich nur um eine erste Prognose handle und ein neues Gutachten erstellt werde.

Von den Ausschussmitgliedern aller Fraktionen kamen Bedenken, die dort ansässigen Betriebe könnten eingeschränkt werden. CDU-Fraktionsvorsitzende Kirsten Schnörwangen forderte mehr Informationen über die Arbeitsweise der Betriebe. Die SPD werde „nie und nimmer“ der gesamten Bebauung zustimmen, betonte Hans-Dieter Schneider (SPD). Über den Entwurf entlang der Oldenburger Landstraße könne man aber sprechen, solange die Gärtnerei nicht gestört werde.

Günter Teusner (Bündnis 90/Die Grünen) fehlt außerdem die Betonung auf sozialen Wohnungsbau sowie im Hinblick auf weitere geplante Baugebiete die Berücksichtigung der Frage, ob Schulen und Sportplätze ausreichen.

Der Ausschuss nahm den Bericht zur möglichen Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zur Kenntnis. Weitere Beratungen folgen voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.


Mehr Infos zum Vorhaben unter   www.buergerinfo.wiefelstede.de/infobi.php 
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