Wiefelstede Deutlich entspannt hat sich nach Angaben der Gemeindeverwaltung die Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde. Bei den 47 Wohnungen, die die Gemeinde in Spitzenzeiten angemietet hatte, wurden elf Mietverhältnisse mittlerweile aufgekündigt, erklärte Alexandra Hechler vom Fachdienst soziale Hilfen im Rathaus im Gespräch mit der NWZ. In der größten Unterkunft für Flüchtlinge in der Gemeinde, dem eigens dafür umgebauten, ehemaligen „Dringenburger Krug“, leben derzeit noch 23 Personen: Zu Spitzenzeiten waren dort mehr als 60 Flüchtlinge untergebracht.

Alle noch angemieteten Wohnungen seien belegt, ebenso zwei von der Gemeinde angekaufte Häuser am Drosselweg und in der Wiesenstraße in Wiefelstede. Zudem sei nur noch ein Flüchtling in den insgesamt fünf angekauften Mobilheimen an der Straße „Am Brinkacker“ in Wiefelstede untergebracht.

Derzeit leben 256 Flüchtlinge in der Gemeinde, Ende 2015 waren es mehr als 300. 187 von ihnen haben eine – zeitlich befristete – Aufenthaltserlaubnis: 107 Menschen aus Syrien, 43 aus dem Irak, 25 aus Afghanistan, fünf aus Serbien und 7 aus dem Kosovo. Bei 68 Flüchtlingen läuft das Asylverfahren noch: Sie kommen aus Afghanistan (54), Syrien (6), Irak (4), Gambia (2), der Türkei (1) und aus Mazedonien (1). Geduldet werden wegen einer laufenden Ausbildung ein Flüchtling aus Gambia sowie einer aus dem Libanon, bei dem Dokumente fehlen.

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Zuletzt kamen im Februar 2017 durch Familiennachzug neue Flüchtlinge in die Gemeinde, berichtet Alexandra Hechler. Laut Quote müsste die Gemeinde noch 16 Flüchtlinge aufnehmen, es werden derzeit aber keine Menschen mehr geschickt. Abschiebungen wurden in der Gemeinde bislang überhaupt noch nicht durchgeführt, allerdings sind seit Mitte 2016 insgesamt 51 Flüchtlinge freiwillig ausgereist: Sie stammten überwiegend aus den Balkan-Staaten.

Für Flüchtlinge mit Bleiberecht bietet auch die Gemeinde Wiefelstede zwei Integrationskurse an, die Teilnahme ist für diese Flüchtlinge Pflicht. Vorangestellt ist in beiden Fällen ein Alphabetisierungskursus. Wesentlich dabei ist das Erlernen der deutschen Sprache.

Zum Abschluss zwei weitere Zahlen: Seit 1. Januar 2016 wurden zehn Flüchtlingskinder in der Gemeinde geboren. Die Verwaltung schätzt zudem, dass etwa zwei Drittel der insgesamt derzeit 256 Flüchtlinge Kinder und Jugendliche sind.

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