Wiefelstede Steuererhöhungen sind für gewöhnlich ein heikles Thema, über das man lange streiten kann. Nicht so in der Gemeinde Wiefelstede: In der Sitzung des Finanzausschusses waren sich die Mitglieder aller Fraktionen einig, dass die Maßnahme absolut notwendig ist.

Insgesamt sollen die Hebesätze von Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer um jeweils 20 Punkte angehoben werden. Damit liegt Wiefelstede im Ammerland-Vergleich auf dem dritten Platz. Weniger Steuern erheben nur die Gemeinden Edewecht und Westerstede.

„Wir sind nicht nur für die Einnahmen, sondern auch für die Ausgaben zuständig“, sagte Bernd Kossendey (CDU). Einen besonderen Bedarf sehe er beim Schulzentrum der Gemeinde, in dem die Teppiche oder auch die Werkräume dringend erneuert werden müssten. Auch die Sporthalle in Metjendorf sei so ein Fall. „Wir haben in der Fraktion lange überlegt, ob wirklich alle Sparpotenziale ausgeschöpft wurden und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Investitionen notwendig aber machbar sind.“

Dass die Sporthalle in Metjendorf schon zu seiner Schulzeit die alte Sporthalle gewesen sei, bestätigte Dennis Rhode (SPD). „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen und investieren“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Mit der Steuererhöhung habe man das Gleichgewicht zwischen der Verantwortung gegenüber dem Steuerzahler und einer funktionierenden Infrastruktur gefunden.

Zustimmung gab es auch aus der FDP-Fraktion. „Wir müssen aber im Auge behalten, dass die Verschuldung in den kommenden Jahren auch wieder abnimmt“, warnte Hartmut Bruns (FDP).

Die Schulden der Gemeinde werden sich von 5,06 Millionen Euro auf knapp 11,5 Millionen Euro in 2019 erhöhen. Im Jahr 2020 soll die Verschuldung erneut steigen auf einen Wert von 12,25 Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Haushalt der Gemeinde Wiefelstede gibt es hier.


Mehr Infos unter   https://bit.ly/2bpysaf 
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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