Wiefelstede So ganz neu im Amt ist Elke Bruns nicht mehr. Schon zum Ende des vergangenen Jahres hatte sie nach 22 Jahren Gertrud Fastje im Amt der Bezirksvorsteherin für den Bezirk Wiefelstede II abgelöst. „Aber wir haben die feierliche Verabschiedung von Gertrud noch nicht terminlich untergekriegt. Das wollten wir unbedingt nachholen“, sagte Bürgermeister Jörg Pieper jüngst bei einer Zusammenkunft im Rathaus. Zu Kaffee und Plätzchen hatte er außerdem Anne Helm eingeladen. Die 33-Jährige übernimmt künftig für den Bezirk Metjendorf I das Amt von Frerich Janßen, der bei dem Treffen krankheitsbedingt nicht dabei war. „Die ersten Termine habe ich schon zugeschickt bekommen“, sagte die frisch gebackene Mutter fröhlich.

Das Amt des Bezirksvorstehers habe man für gewöhnlich einige Zeit inne, führte Pieper ein. Er verwies dabei auf Frerich Janßen, der nun 25 Jahre lang für die Belange seines Bezirkes eingestanden hatte. Anne Helm schmunzelte. „Ja, ein bisschen Zeit habe ich noch.“ Da sie gerade ihr Baby bekommen habe, werde sich zeigen, wie sich alles unter einen Hut bekommen lasse, sagte die Malerin. „Ich bin aber mit dem Kind viel draußen spazieren. Da kann ich auch schon die ersten Straßen erkunden. Außerdem passen die Großeltern gern mal auf.“

Pieper, der die Bezirksvorsteher als ein Bindeglied zwischen Bevölkerung und Verwaltung bezeichnete, listete die Themenfelder auf: „Besonders zu den Wahlen geht es darum, die Wahlbenachrichtigungskarten in den Haushalten zu verteilen. Aber auch die Einwohnerversammlungen wollen geplant werden.“ In diesen sei die Resonanz erfahrungsgemäß immer sehr gut. „Das ist besser, wenn jemand persönlich die Leute anspricht, so erreichen wir alle Mitbürger.“ Aber auch Besuche zu hohen Geburtstagen oder Ehejubiläen übernehmen die sogenannten kleinen Bürgermeister. „Das sind meist ganz tolle Termine“, weiß nach den bisherigen neun Monaten im Amt Elke Bruns. „Ich wurde bei meinem ersten gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen.“

Gertrud Fastje kann sich noch zurückerinnern. „Früher gehörten mehr Aufgaben dazu. Wir haben noch Viehzählungen gemacht und die Bodennutzung kontrolliert.“ Auch Pieper muss lächeln: „Ja, das läuft heutzutage auf anderem Wege. Aber solange wir die Bezirksvorsteher-Posten besetzen können, bin ich sehr dankbar dafür.“ Insgesamt 20 von ihnen gibt es im gesamten Gemeindegebiet, eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten sie auch. Aus einstmals zwei Frauen – Gertrud Fastje war eine von ihnen – sind heute sieben geworden. Pieper sieht es positiv: „Das ist ein laufender Prozess. Hauptsache, das Engagement stimmt.“ Bei Gertrud Fastje stimmte das allemal. Deshalb überreichte Pieper ihr ein Blumenpräsent: „Da wirst du im Garten noch einen Platz finden, oder? Bleev gesund!“

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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