Wiefelstede Braucht das Wiefelsteder Rathaus neben dem Eingang zum Bürgerbüro und dem in der Hankenstraße nun noch einen dritten Eingang fürs Standesamt und die danebenliegende Tourist-Information? Mit dieser Frage werden sich die politischen Gremien offenbar noch beschäftigen müssen. Die Verwaltung hatte dies in ihrer Beratungsvorlage für den Finanzausschuss angeregt – und soll nun erst einmal hausintern die Kosten ermitteln.

Standesamt und Tourist-Information liegen derzeit im Korridor hinter dem Bürgerbüro – sozusagen mitten im Rathaus. Dort – gegenüber der Tourist-Information hin zum Rathausvorplatz – kann sich die  Verwaltung einen neuen, dritten Rathauseingang vorstellen. Vor allem fürs Standesamt sähe sie dabei Vorteile, hieß es im Ausschuss. Brautpaare samt Begleitung passierten derzeit, um zur Trauzeremonie zu gelangen, das Bürgerbüro. Dies stoße bei einem derart festlichen Anlass oft auf Verwirrung oder Enttäuschung, meint die Verwaltung: Viele Personen müssten durchs Bürgerbüro hindurch, das ebenfalls mit Personen gefüllt ist, die dort ihre Anliegen vortragen. Ein separater Eingang – so die Verwaltung weiter – könnte die Situation entzerren, vor allem in Stoßzeiten. Auch die, die das Brautpaar nach der Trauung überraschen möchten oder Spalier stehen wollen, würden damit nicht mehr den Eingang zum Bürgerbüro blockieren. Auch für die Tourist-Information sieht die Verwaltung Vorteile eines separaten Eingangs. „Wir wollen ja bislang nur mögliche Kosten hausintern ermitteln,“ machte Bürgermeister Jörg Pieper deutlich, dass eine Beratung über einen weiteren Eingang anschließend in den Gremien erfolgen müsse.

Der Kostenermittlung stimmte der Ausschuss bei zwei Enthaltungen zu. Allerdings äußerten Ausschussmitglieder wie Sonja Niemeier (CDU), Fraktionskollege Bernd Kossendey oder auch Jens-Gert Müller-Saathoff (Grüne) zunächst Zweifel am Sinn eines weiteren Eingangs. Sonja Niemeier sah in einer deutlicheren Beschilderung etwa über den Eingang Hankenstraße eine Möglichkeit, auf den Zugang aufmerksam zu machen. Jörg Weden (SPD) machte allerdings deutlich, dass das Büro der Tourist-Information derzeit schon „sehr versteckt“ sei. Zudem stelle der Tourismus einen wachsenden Wirtschaftsfaktor dar. Immerhin: 2016 gab es 258 920 Übernachtungen in der Gemeinde, davon 101 655 im Ferienpark am Bernsteinsee in Conneforde. Die Zahlen für 2017 werden voraussichtlich ab Ende Januar vorliegen, erklärte die Tourist-Information auf Anfrage.

Bernd Kossendey (CDU) stimmte zwar ebenfalls einer Kostenermittlung zu, machte aber deutlich: Für ihn ist es zumutbar, das Standesamt und die Touristik über den Eingang Hankenstraße zu erreichen. Auch er forderte, die Umsetzung der Maßnahme „dritter Eingang“ erneut im Ausschuss zu beraten.

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