Westerstede Große Einigkeit herrschte auf der Sitzung des Sozialausschusses des Landkreises Ammerland. Sowohl in Bezug auf das geplante Frauenhaus in Kooperation mit dem Landkreis Wesermarsch, das in Rastede errichtet werden soll, als auch beim Thema Gesundheitsregion Ammerland waren sich die Mitglieder des Gremiums nahezu einig, sich für eine Realisierung der beiden Projekte auszusprechen.

Das Frauenhaus

Zum Konzept selbst beantwortete Anja Kleinschmidt aus der Kreisverwaltung die Fragen der Ausschussmitglieder. So werde die Adresse des Gebäudes, das den Namen „Frauen- und Kinderschutzhaus der Landkreise Ammerland und Wesermarsch“ tragen wird, in der Öffentlichkeit nicht preisgegeben. Eine Kontaktaufnahme sei zum Beispiel über Beratungsstellen oder telefonisch möglich. In so einem Fall könnten sich die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses mit den hilfesuchenden Frauen treffen, und dann gemeinsam zu der Einrichtung gehen. „Das wird dann aber einem potenziellen Betreiber überlassen“, so Kleinschmidt. Eine Fertigstellung des Frauenhauses könne noch im Jahr 2020 realistisch sein, ergänzte der erste Kreisrat Frank Kappelmann.

Dass ein Frauenhaus mit einer Kapazität für zwölf Frauen und mindestens acht Kindern benötigt wird, erläuterte Kleinschmidt: „Es gibt sowohl landes- als auch bundesweit zu wenig Plätze. Die vorhandenen Häuser sind oft alt und entsprechen nicht modernen Anforderungen. Wir gehen fest davon aus, dass wir in dem Frauenhaus eine gute Auslastung haben werden.“

„Schutzraum wird benötigt“

Zustimmung für das Projekt gab es von Barbara Woltmann (CDU): „Wir freuen uns über das Frauenhaus-Konzept und auch darüber, dass das Projekt realisiert werden soll. Wir wissen, dass wir diesen Schutzraum für Frauen im Ammerland brauchen“, sagte sie und sicherte die Unterstützung ihrer Fraktion zu.

Diesem Standpunkt schloss sich auch Monika Sager-Gertje (SPD) an. Auf die Frage, ob sich der geheime Standort des Hauses in einer Gemeinde wie Rastede langfristig geheimhalten lasse erwiderte sie, dass es unter diesem Gesichtspunkt egal sei, ob das Haus in Rastede, Westerstede oder Bad Zwischenahn stehe.

In der anschließenden Abstimmung gab es breiten Zuspruch von den Ausschussmitgliedern. Das Ergebnis fiel einstimmig zugunsten des Frauenhaus-Projektes aus. Eine endgültige Entscheidung fällt dann am 28. März der Kreistag in Westerstede.

Gesundheitsregion

Nahezu ebensogroße Einigkeit herrschte bei der Abstimmung zur Einrichtung der „Gesundheitsregion Ammerland“. Bei nur einer Enthaltung sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses ebenfalls für das Projekt aus.

„Wir haben im Ammerland eine gute gesundheitliche Ausstattung“, sagte Barbara Woltmann. „Das heißt aber nicht, dass wir das nicht noch besser können.“ Ihr gefalle an dem Konzept vor allem, dass Menschen, die im Gesundheitssystem wirken, in Dialog treten würden, um die gesundheitliche Versorgung im Landkreis weiter zu verbessern.

Ob das Konzept, das ein Gesundheits-Netzwerk vorsieht, das Probleme erkennt und Lösungen erarbeitet, umgesetzt wird, entscheidet der Kreisausschuss am 20. März.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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