Westerstede Sie sind klein, bunt und sprichwörtlich mit viel Herz gemacht: die Herzkissen des Freundeskreises Brustgesundheit. Die Kissen bekommen an Brustkrebs erkrankte Männer und Frauen nach der Operation geschenkt – so auch im Brustzentrum der Ammerland-Klinik in Westerstede. 5000 handgemachte Kissen haben seit 2011 die Klinik erreicht.

Anne Kühn vom Verein Freundeskreis Brustgesundheit organisiert die Aktion „Herzkissen“ seit ihrer Gründung und ist begeistert über das Engagement. Die Arbeitsgemeinschaft des Vereins trifft sich alle zwei Monate, um neue Herzen zu nähen.

„Mit bis zu 15 Frauen treffen wir uns bei mir Zuhause und nähen die Kissen aus fünf Kilogramm Füllwatte“, sagt Kühn. An den Nachmittagen wird vermessen, genäht und gestopft – nach genauen Vorgaben. Bis zu 120 Kissen entstehen so an einem Tag. Denn jedes Herzkissen ist ein Unikat mit eigenem Label des Freundeskreises, sagt Kühn, die die Kissen immer weiter verbessert hat.

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„Ohne die Frauen wäre die Aktion nicht möglich, denn sie stehen bei dem Ganzen im Mittelpunkt“, lobt der kaufmännische Geschäftsführer der Ammerland-Klinik, Robert Hoffmeister. Bei den Helferinnen gibt es keine Altersgrenze. Von Anfang an dabei sind beispielsweise sowohl die älteste Näherin, Ruth Fromm mit 87 Jahren, als auch die jüngste, Marit Büsing mit 18 Jahren. Beide sind sich einig, dass das Gruppengefühl stimmt.

Die Geschichte der Herzkissen liegt in ihrer Form. „Frisch operierte Patienten konnten sich die Kissen unter den Arm stecken“, erzählt Dr. Michael Hippach, Vorsitzender des Vereins. Dadurch wurde der Druck nach einer Operation gemildert und es tat weniger weh. „Bei früheren Operationen wurden bei Brustkrebspatienten viele Lymphknoten unter der Achselhöhle entfernt. Das führte häufig zu Spätfolgen“, sagt der Leiter des Brustzentrums, Dr. Martin Thoma. Heutzutage gebe es viel schonendere Maßnahmen, bei denen nur ein oder zwei Wächterlymphknoten entfernt werden. Die Ammerland-Klinik verzeichnete allein im Jahr 2017 543 Patienten aus einem überregionalem Einzugsgebiet mit Brustkrebs-Primärerkrankungen – und über 1000 Brustoperationen generell.

Auch wenn die Herzkissen weniger einen medizinischen Nutzen haben als einen psychologischen, sind die kleinen Trostbringer äußerst beliebt, weiß auch der medizinische Geschäftsführer der Ammerland-Klinik, Dr. Matthias Haut. „Im Mittelpunkt stehen ganz klar die Betreuung und die Begleitung der Patienten.“

Der Freundeskreis bietet Unterstützung für Erkrankte und Angehörige. Er wird von verschiedenen Netzwerken – etwa dem Mammographie-Screening Niedersachsen Nordwest – unterstützt. Bei Treffen und Vorträgen können die Herzkissen gegen eine Spende erworben werden.


Mehr Infos und Termine unter   www.freundeskreis-brustgesundheit.de 
Nathalie Langer Kanalmanagement / Redakteurin
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