Gristede Sorgen um den Fortbestand der „Gristeder Waldwichtel“ machen sich die Eltern der dort betreuten Kinder. Die Waldspielgruppe ist eine seit 15 Jahren existierende, private Elterninitiative, die in Kooperation mit dem SSV Gristede mit Kindern im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahren an vier Tagen der Woche Zeit ausschließlich im Freien und bei nahezu jedem Wetter verbringt – rund um einen Unterstand in den Gristeder Büschen (die NWZ berichtete mehrfach). Doch nun ist der Fortbestand der Waldwichtel in Gefahr: Die Landesschulbehörde hatte bereits im November deutlich gemacht, dass der Gristeder Waldspielgruppe eine Betriebserlaubnis fehlt.

Die Genehmigung muss bis zum 31. Januar 2014 erfolgen, sonst droht das „Aus“. Das Problem: Die Waldwichtel erfüllen die Genehmigungsvoraussetzungen nicht – vornehmlich, weil der rein aus Elternbeiträgen finanzierten Gruppe eine pädagogische Fachkraft wie eine Erzieherin oder eine Sozialpädagogin fehlt, „die wir“ – so die Eltern – „momentan auch aus diesen Beiträgen nicht finanzieren können“ . Über die Genehmigungspflicht wurden auch Elternvertreter seitens der Landesschulbehörde am 21. November informiert.

„Frist zu kurz“

In der Sitzung des Gemeinderates am Montag nutzten die Eltern die Einwohnerfragestunde gleich zu Beginn der Sitzung in Claußens Gaststätte in Nuttel, um deutlich zu machen, dass sie sich „als langfristige Lösung ab Sommer 2014“ den Übergang in einen „regulären“ Waldkindergarten wünschen, „der die Erfahrungswerte aus 15 Jahren Waldwichteln und das angestammte Quartier sowie die Betreuerinnen übernimmt“. Die Eltern sehen die von der Landesschulbehörde gesetzte Frist in einem Schreiben an den Rat als zu kurz an: „Bis zum 31. Januar aus eigener Kraft eine Lösung zu finden, ist mehr als schwierig. Wir bitten daher um Unterstützung und Vermittlung bei der Suche nach einer Übergangsregelung bis zu den Sommerferien 2014 sowie beim Übergang in ein weiterentwickeltes Konzept ab Sommer 2014.“

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„Kooperation prüfen“

Der Wiefelsteder Sozial- und Jugendausschuss hatte sich bereits am 19. November mit der Entwicklung der Kinderzahlen in der Gemeinde befasst – und dabei ein besonderes Auge auf die Situation des „regulären“ Gristeder Kindergartens in Trägerschaft des Diakonischen Werkes geworfen. Dessen Kinderzahlen bereiten der Gemeinde besondere Sorgen. Derzeit besuchen noch 13 Kinder den Kindergarten, in 2014 werden es acht sein, in 2015 lediglich noch fünf. Aufgrund dieser Zahlen müssten, so die Verwaltung damals, weitere Überlegungen angestellt werden – auch darüber, ob eine Kooperationsmöglichkeit mit dem Kindergarten Elmendorf aus der Nachbargemeinde Bad Zwischenahn und/oder mit der Gristeder Waldspielgruppe geprüft werden soll. In der Tat empfahl der Fachausschuss einen entsprechenden Prüfauftrag.

Übergangslösung?

Im Gemeinderat machte der Leiter des Amtes für Arbeit und Soziales, Friedrich Schmacker, deutlich, dass das Diakonische Werk als Träger auch des regulären Gristeder Kindergartens zusichern könne, die Kinder der Waldspielgruppe ab 1. Februar 2014 zumindest bis zum Sommer 2014 aufzunehmen, falls es mit einer Betriebserlaubnis für die Waldspielgruppe bis Ende Januar nicht klappt. Unklar ist derzeit, was mit den beiden Betreuerinnen der Waldspielgruppe, Sabine Jungmann und Dörte Bruns, geschehen soll. Der Waldspielgruppe gehören derzeit neun Kinder an: Nur zwei von ihnen sind aus der Gemeinde Wiefelstede.

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