Wiefelstede Als „deutlich entspannt“ bezeichnete Sigrid Lemp, Leiterin des Fachbereichs II „Arbeit, Familie und Soziales“ im Rathaus, am Dienstag die Situation bei der Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde. Seit Wochen – so Lemp – sei so gut wie kein Flüchtling mehr in die Gemeinde gekommen: Die Schließung der Balkanroute und das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei zeigten auch hier Wirkung, sagte Lemp. So ist es für die Gemeinde derzeit auch kein Problem, dass die letzten zwei der für 220 000 Euro angekauften, insgesamt fünf Mobilhäuser zur Aufnahme von Flüchtlingen an der Straße „Am Brink­acker“ in Wiefelstede später als erwartet geliefert werden: Sie sollen in der kommenden Woche ankommen und aufgestellt werden. „Lieferschwierigkeiten“ nennt Lemp als Grund für die Verspätung.

313 Flüchtlinge leben in der Gemeinde

313 Flüchtlinge, die seit 2014 nach Wiefelstede gekommen waren, leben derzeit noch in der Gemeinde. Allein 213 von ihnen kamen seit Dezember 2015. Seit Wochen kommen nun schon so gut wie keine Flüchtlinge mehr an.

Aus Syrien leben derzeit 107 Flüchtlinge in der Gemeinde Wiefelstede; 77 kommen aus Afghanistan, 68 aus dem Irak. Aus den Balkanstaaten Kosovo, Serbien, Montenegro, Mazedonien und Albanien sind es 58 Flüchtlinge, je einer stammt aus der Türkei, Russland und dem Libanon.

Drei der Mobilhäuser waren im April aufgestellt worden, zwei von ihnen sind derzeit bewohnt: Die Familien Alhajm und Najar aus Syrien sind dort mit insgesamt 12 Personen untergekommen. Das dritte Haus steht derzeit leer – eine Situation, die noch vor einigen Monaten undenkbar war. Mehr als 60 Asylsuchende waren zeitweise etwa im zur Flüchtlingsunterkunft umgebauten ehemaligen „Dringenburger Krug“ untergebracht, heute leben dort noch 51 Personen, machte Lemp am Dienstag auf die doch deutlich entspannte Situation aufmerksam.

„Wir nutzen die derzeitige Ruhe, um Wohnungssituationen zu entzerren und zu entspannen und Flüchtlinge auf mehr Unterkünfte zu verteilen,“ erklärte Lemp. Insgesamt leben derzeit 313 seit 2014 in der Gemeinde aufgenommene Flüchtlinge (siehe Infokasten), allein 213 von ihnen sind seit dem 7. Dezember vergangenen Jahres angekommen – „inklusive acht Babys, die seit März in der Gemeinde geboren wurden“, lachte Lemp. Auch wenn diese der Gemeinde noch nicht offiziell zugewiesen wurden: Mit ihnen hat die Kommune die aktuelle Aufnahmequote von 209 Flüchtlingen um genau vier übererfüllt.

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Die Quote läuft bekanntlich Ende Juli aus: Eine neue – so Lemp abschließend – sei bislang noch nicht angekündigt worden.

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