Tange Mit großer Mehrheit hat der Aper Gemeinderat am Dienstagabend grundsätzlich befürwortet, dass der Tanger Discobetreiber Boris Mennenga die Großgaragen seines Taxi- und Busunterstandes zu einer Eventhalle umbauen kann. In der neuen Halle sollen ab etwa 2020 Großveranstaltungen wie Public Viewing bei Fußball-Weltmeisterschaften, Boxturniere oder Winterflohmärkte stattfinden.

Zu dem dafür notwendigen baurechtlichen Verfahren gehört auch ein besonderer Vertrag, der zwischen Gemeinde und Discobetreiber noch erarbeitet wird. Darin sollen die Einzelheiten geregelt werden, wie beispielsweise Zahl und Art der Veranstaltungen in der Eventhalle, Lärmschutz, Brandschutz, Verkehrsregelungen oder Beseitigung von eventuellen Schäden durch Besucher in Gärten der Anwohner. Im Laufe des Jahres wird der Rat öffentlich über diesen Vertrag beraten.

Dem Beschluss am Dienstag im Bikermotel Holtgast war eine kurze Diskussion vorausgegangen. Karl-Hermann Reil (CDU) hatte in seiner Funktion als Vorsitzender des für das Projekt zuständigen Bau- und Planungsausschusses gesagt, dass die geplanten Großveranstaltungen nicht mit dem Frühtanz zu vergleichen seien und die Tanger Hauptstraße dafür nicht gesperrt werden müsse. Die Interessen der Dorfbevölkerung werde man in dem Vertrag, der zwischen Discobesitzer und Gemeinde noch geschlossen werde, berücksichtigen, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Meyer.

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Klaus Harms (UWG) verwies auf die regionale und überregionale Bedeutung der Disco. Familie Mennenga, die das Unternehmen mit großem Engagement über Jahre aufgebaut habe, hätte sich stets verantwortungsbewusst verhalten und sich um den dörflichen Frieden bemüht. Das Interesse an einem guten Miteinander sei gute Tradition in Tange.

Renate Brand (Gruppe Grüne/Linke) regte an, dass man Gespräche mit dem Discobetreiber führen und ausloten solle, ob eine Umsiedlung des Betriebes an einen günstigeren Standort nicht möglich sei. Der Vorschlag wurde von der Mehrheitsgruppe abgelehnt. Die Gruppe SPD/UWG/CDU, die über 25 der 28 Mandate im Aper Rat verfügt, stimmte dafür, dass die baurechtlichen Grundlagen für das Vorhaben entsprechend geändert werden, die Gruppe Grüne/Linke (ein Ratsherr der Grünen fehlte) dagegen. Wie berichtet, hatten einige Anwohner die Disco-Pläne kritisiert und sich gegen weitere Großveranstaltungen in Tange ausgesprochen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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