Rastede „Ohne Umwelt keine Zukunft“, „Vögel brauchen auch eine Wohnung“ und „Macht eure Hausaufgaben, dann machen wir unsere“: Mit zahlreichen Plakaten demonstrierten am Freitagmorgen Schüler in Rastede für den Klimaschutz. Im Rahmen der Bewegung „Fridays for Future“ riefen die Elftklässler der KGS Rastede Viola Kuiper (16), Stefan Mester (17) und Simke Diers (17) zur Teilnahme an der Demonstration auf. Nach Angaben der Polizei und der Veranstalter streikten etwa 300 Schüler in Rastede. Los ging es um 10 Uhr auf dem Schulhof der KGS Rastede.

Laut der „Fridays for Future“-Bewegung streikten an diesem Freitag Schüler in 220 deutschen Städten für den Klimaschutz. Vor allem in Großstädten wurden schon öfter ähnliche Proteste veranstaltet, erklärte die Schülerin Maite (16). „Warum findet sowas nicht auch in den kleinen Orten statt?“, fragte sie und war froh über die Beteiligung der Rasteder Schüler an der Bewegung. „Es ist niemand zu alt oder jung, um sich für den Klimaschutz einzusetzen“, sagte sie vor dem Streik.

Doch welche Motivation steckte hinter dem Schülerstreik? „Wir hoffen, dass die Schüler und Schülerinnen aus Rastede realisieren, dass der Klimawandel und die Klimapolitik auch sie direkt betrifft, und dass die Bewegung ’Fridays for Future’ nicht mehr ein ganz so abstrakter Begriff für sie ist“, erklärte die Organisatorin Viola Kuiper.

Darüber hinaus hoffen die Schüler auf lokale, nationale und internationale Aufmerksamkeit für die Bewegung und somit auch auf mehr Druck auf die Entscheidungsträger, die Wissenschaftler zu hören, erläuterte die KGS-Schülerin. Somit lautete die Botschaft des Streiks: „Wir müssen die Klimakatastrophe verhindern! Und dazu brauchen wir hier und jetzt die richtigen Entscheidungen.“

Nach dem Beispiel der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg fand der Klimastreik während der Schulzeit statt. Doch muss das Schwänzen sein? „Es geht ja gerade darum, dass Aufmerksamkeit erregt wird“, erklärt Organisator Stefan Mester. Würden die Demos nachmittags oder samstags stattfinden, wäre die Aufmerksamkeit geringer, sind sich die Organisatoren einig. Laut KGS-Schulleiter Gerd Kip handelt es sich um keine Schulveranstaltung. Schüler, die an dem Streik teilnehmen, verstoßen somit gegen die Schulpflicht, sagte er am Donnerstag im NWZ-Gespräch.

Nachdem kurzfristig die Route der Demonstration in Rastede geändert wurde, endete sie mit einer Kundgebung auf dem Rathausplatz – und nicht wie geplant auf dem Kögel-Willms-Platz. Die Veranstalter zeigten sich nach dem Klimastreik zufrieden. Auch wollen die drei Schüler der KGS eine solche Demo in Rastede anlässlich der „Fridays for Future“-Bewegung wiederholen – wann konnten sie noch nicht genau sagen. Jedoch soll er erneut im Rahmen eines internationalen Schulstreiks stattfinden.

Nach Angaben der Rasteder Polizei verlief die Demonstration friedlich. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, auch die Verkehrsteilnehmer haben sich ruhig verhalten, berichtete die Polizei.


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Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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