BAD ZWISCHENAHN Der in Bad Zwischenahn lebende Militärpfarrer Bernd Göde, seit 2004 Evangelischer Standortpfarrer in Oldenburg und davor Kurseelsorger in Bad Zwischenahn, war im Jahre 2007 für vier Monate im Rahmen der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe (ISAF) als Militärseelsorger für die in Afghanistan eingesetzten Soldaten in Feyzabad am Hindukusch tätig. Jetzt berichtete er den Bad Zwischenahner Landfrauen im Gemeindesaal der Dreiberger Sankt-Michael-Kirche über seinen Einsatz.

Afghanistan zähle zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, und die deutschen Soldaten wären im ärmsten Teil des Landes tätig, bekundete Göde zu Beginn seines Vortrages. Die Einwohner im Bereich Feyzabad verfügten über kein funktionierendes Krankenhaus. Es gäbe Hunderte von mittellosen Kriegerwitwen, die kein Dach über dem Kopf haben, viele Kinder lebten auf der Straße. Es herrsche eine reine Männergesellschaft, in der Frauen und Kinder nichts zu sagen hätten.

Viele afghanischen Männer seien bewaffnet, und Panzerfäuste würden für umgerechnet 50 Euro auf dem Wochenmarkt angeboten. Es sei ein schwerer Weg zur Sicherheit, der von den Soldaten in kleinen Schritten angegangen werde. Auch sammelten die Soldaten in Gottesdiensten für das dortige Waisenhaus. Andere Soldaten hätten zu Kleidersammlungen in der deutschen Heimat angeregt.

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Das wichtigste wäre jedoch, den Menschen dort Sicherheit zu gewährleisten, und dafür wären die deutschen Soldaten unentbehrlich. Sie kämen kaum aus dem gesicherten Lagerbereich heraus. Mit dem Handy oder durch Internet werde der Kontakt zu den Freunden und Verwandten in Deutschland aufrechterhalten. Während seiner Zeit in dem Krisengebiet habe er das „Haus der Stille“, eine Andachts- und Begegnungsstätte, eingeweiht. Dort würden regelmäßig Gottesdienste, dazu Gemeinschaftsgottesdienste auf deutsch, tschechisch, dänisch und englisch, abgehalten. Auch habe er dort einen Soldaten mit der Taufe zum Christentum bekehrt.

Die meisten Soldaten wären freiwillig im Einsatz und würden nicht als Besatzer angesehen. Im kommenden Jahr steht für Pfarrer Göde ein weiterer seelsorgerischer Auftrag in Afghanistan an.

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