Edewecht Sie bieten Eltern, die das Angebot staatlicher Krippen nicht nutzen können oder wollen, individuelle Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder an: Tageseltern.

Um (neue) Tagesmütter und Tagesväter zu unterstützen, die Kinder in angemieteten Räumlichkeiten betreuen (möchten), hat der Edewechter Gemeinderat Förderrichtlinien beschlossen. Zuschüsse können künftig Tageseltern erhalten, die eine gültige Tagespflegeerlaubnis vom Landkreis Ammerland und eine durch den Landkreis genehmigte Tagespflege haben sowie in angemieteten Räumlichkeiten ausschließlich Kinder unter drei Jahren aus der Gemeinde Edewecht betreuen. Ein Jahr lang können die Existenzgründer einen monatlichen Zuschuss zur Miete inklusive Nebenkosten erhalten, und zwar maximal 500 Euro.

Tagespflege ausbauen

Wie Petra Knetemann vom Fachbereich Bildung, Bürgerservice und Soziales bei der Gemeinde ausführte, sei die Tagespflege neben den Krippen ein wichtiges Standbein bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Die Gemeinde Edewecht wolle dazu beitragen, dass das Angebot an Tagespflegen mit angemieteten Räumlichkeiten größer werde. Aufgrund des finanziellen Risikos, so wisse man, schreckten jedoch manche Tageseltern davor zurück, für die Betreuung von Kleinkindern eigene Räume anzumieten. Diese Tageseltern wolle man von Seiten der Gemeinde eine Art „Starthilfe“ gewähren. Für Tageseltern, die in eigenen Räumlichkeiten Kleinkinder betreuen wollten, gäbe es andere Fördermöglichkeiten.

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Einstimmig stimmte der Gemeinderat der neuen Richtlinie zu. Tageseltern böten eine maßgeschneiderte Betreuung für Kinder, wenn man diese für den Sohn oder die Tochter nicht die ganze Woche, sondern nur an einzelnen Tagen brauche, sagte CDU-Ratsherr Mark Gröber. Seine Frau und er nutzten selbst dieses Angebot. SPD-Fraktionsvorsitzende Freia Taeger betonte, dass es der Gemeinde ein großes Anliegen sei, Tageseltern zu unterstützen, die wertvolle Arbeit leisteten. Um deren finanzielles Risiko bei der Anmietung von Räumen zu verringern, habe man sich für die Förderung entschieden.

Grüne enthalten sich

Die vier Grünen-Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme. Grüne-Ratsherr Uwe Martens sagte, dass die Tagespflege zwar eine Betreuungsmöglichkeit sei, die Grüne-Ratsfraktion jedoch den Ausbau staatlicher Krippen bevorzuge. Trotz des wachsenden Bedarfs an Krippenplätzen sei die Ratsmehrheit in Edewecht nicht bereit, Geld in die Hand zu nehmen und weitere Krippen zu bauen. Notwendig sei es auch, langfristig über Trägerschaften für Krippen nachzudenken und ein Gesamtkonzept „Kinderbetreuung“ zu erstellen. Nach Ansicht von Martens gefährde die Förderung von Tageseltern eher den Ausbau der Krippen.

Tageseltern, die mehr über Förderungsmöglichkeiten in Edewecht wissen möchten, können sich an Kerstin Borm vom Familienbüro der Gemeinde, Telefon   04405/916180, wenden.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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