Metjendorf /Heidkamp /Ofenerfeld „Wir stehen vor einem Scherbenhaufen“, läuteten Schriftführer Michael Kirch und Pressesprecher Hans-Dieter Hilberts am Dienstagabend die monatliche, öffentliche Vorstandssitzung des Ortsbürgervereins Metjendorf-Heidkamp-Ofenerfeld ein. Deutlich mehr Besucher als sonst waren gekommen, um zu hören, wie es mit dem krisengeschüttelten Verein nun weitergehen soll, nachdem Vorsitzender Uwe Krummacker, seine Stellvertreterin Sabrina Sander und – Wochen vorher – auch Kassenwart Martin Kerbstadt ihre Ämter zurückgegeben hatten und aus dem Verein ausgetreten waren.

Nur Kirch und Hilberts vertreten jetzt noch den Vorstand – ein Zustand, der schon laut Satzung des nicht eingetragenen Vereins sämtliche Aktivitäten blockiert. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag, 23. Oktober, ab 20 Uhr in Köhnckes Hotel in Metjendorf will der Verein deshalb versuchen, die Lücken im Vorstand zu schließen – sofern sich Bewerber vor allem für das Amt des Kassenwartes und des Vorsitzenden finden.

Auch auf seine Konten und ein Unterkonto – ein Sammelkonto der örtlichen Vereine – , von dem auch der Einkauf für den alljährlichen Metjendorfer Nikolausmarkt bestritten wird, hat der Verein derzeit keinen Zugriff: Sie wurden vom früheren Kassenwart Wilfried Höller, der sein Amt bereits in der letzten Jahreshauptversammlung im Januar und völlig unabhängig von der jetzigen Krise abgegeben hatte, gesperrt, weil der Verein es trotz mehrmaliger Aufforderung durch Höller nicht geschafft hatte, die Verfügungsgewalt über die Konten an dessen Nachfolger zu übertragen. Ein Schritt Höllers, den die anwesenden Mitglieder sehr wohl nachvollziehen konnten.

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In der Versammlung wurde deutlich, dass dem Verein die Auflösung drohen könnte, falls sich kein neuer Vorstand bildet. Alle drei zurückgetretenen Vorstandsmitglieder waren erst im Januar 2017 anlässlich der Jahreshauptversammlung gewählt worden.

Uwe Krummacker hatte am vergangenen Freitag die Mitglieder und die Presse über seinen und den Rücktritt seiner Stellvertreterin Sabrina Sander informiert. Aufgrund von Unstimmigkeiten, nicht bewältigten Umständen aus der Vergangenheit, Vorhaltungen, Unterstellungen, persönlichen Problemen sowie Differenzen zwischen Mitgliedern und dem Vorstand einerseits sowie dem Vorstand und dem Festausschuss andererseits sei es in letzter Zeit vermehrt zu Streitigkeiten gekommen, schrieb Krummacker. Diese hätten mit Frustrationen im Vorstand und Rücktritten im Festausschuss geendet.

Konkreter wollte Krummacker nicht werden – und auch bei der Sitzung am Dienstagabend im Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerfeld wurden die Gründe für die Krise nicht erörtert und thematisiert. Rund vier Wochen vorher war bereits Kassenwart Martin Kerbstadt von seinem Amt zurückgetreten, ebenso verließ dessen Ehefrau Beate den Festausschuss des Vereins. Auch die beiden traten aus dem Verein aus.

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