Dringenburg Deutlich mehr Menschen als ursprünglich geplant werden den zur ersten zentralen Flüchtlingsunterkunft der Gemeinde umgebauten ehemaligen „Dringenburger Krug“ ab Mittwoch, 17. Februar, bewohnen. An diesem Tag werden dort vier syrische Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 36 Personen erwartet, die dann im ehemaligen Saalbereich untergebracht werden sollen – insgesamt neun Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche im Alter von gerade mal vier Wochen bis 21 Jahre. Mit den insgesamt 28 Flüchtlingen aus Afghanistan, die bereits eine Oberwohnung und den ehemaligen Gaststättenbereich des „Krugs“ bewohnen (die NWZ  berichtete), werden dann insgesamt 63 statt – wie ursprünglich geplant – 46 Flüchtlinge in Dringenburg untergebracht sein. „Mehr wird dann dort auch nicht mehr gehen“, zeigte am Montag Sigrid Lemp als Leiterin des Fachbereichs „Arbeit, Familie und Soziales“ der Gemeinde im Gespräch mit der NWZ  Grenzen auf.

Möglich sei die doch deutlich höhere Belegung, weil in Dringenburg ausschließlich Familien untergebracht würden: „Mit alleinreisenden Flüchtlingen wäre das wohl nicht möglich gewesen“, sagte Lemp, die betonte: „Wir haben jedoch auch gar keine andere Wahl.“

Die Flüchtlinge aus Syrien werden insgesamt fünf Schlafräume unterschiedlicher Größe bewohnen, es gibt eine Gemeinschafsküche mit Essecke, nach Geschlechtern getrennte Sanitärräume, einen zentralen Freizeit- und Aufenthaltsraum sowie einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen.

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Bereits am Montag, 22. Februar, soll im „Krug“ der Deutschunterricht für die dort wohnenden Flüchtlinge beginnen, sagte Lemp. Zwei Dozenten der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) und der Kreisvolkshochschule (kvhs) würden fünfmal die Woche Sprachunterricht anbieten. Geplant sei zudem, im „Krug“ für die Zeit des Sprachunterrichts eine Kinderbetreuung zu organisieren. Lemp: „Wir verfügen über einen Pool von derzeit sieben ehrenamtlichen Helfern aus dem Norden der Gemeinde, die sich im „Krug“ einbringen möchten – im Sprachunterricht, bei der Kinderbetreuung oder als Helfer für einzelne Familien“, rechnete Lemp vor. Geplant sei zudem, einen Bundesfreiwilligendienstleistenden einzustellen, der vor Ort Ansprechpartner für die Flüchtlinge sein soll: Einen Bewerber gebe es bereits.

Auch für die Mitarbeiter der Gemeinde Wiefelstede sei die Betreuung von Flüchtlingen in diesem Ausmaß Neuland, sagte Lemp: „Wir absolvieren da Tag für Tag eine Ausbildung in Hexerei.“ Das zeige sich nicht zuletzt bei der Suche nach Wohnraum für die Flüchtlinge. So ist Alexandra Hechler, im Rathaus II zuständig für die Suche nach geeignetem Wohnraum, froh über alle Meldungen von geeigneten Häusern und Wohnungen, die die Gemeinde anmieten kann (Telefon   04402/965251).

„Wir suchen auch jede Menge Fahrräder für Kinder und Erwachsene“, ergänzte Lemp abschließend (Telefon   04402/965250).

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