Wiefelstede Er hilft, wenn für die im ehemaligen „Dringenburger Krug“ untergebrachten Flüchtlinge Arztbesuche oder Behördengänge anstehen und gibt Hilfestellungen, wann immer es darum geht, den Menschen den deutschen Alltag näher zu bringen – von der Mülltrennung bis zum Radfahren in Theorie und Praxis. Dieter Löcherbach verstärkt seit dem 15. März auf einer Bundesfreiwilligenstelle das Betreuerteam der Gemeinde.

Deutscher Staatsbürger

Auch Mohamed El-ebweeni ist am 1. April zum Team gestoßen. Der gebürtige Jordanier, der seit dem Jahr 2000 mit seiner Frau und sieben Kindern in Wiefelstede lebt und längst die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, bekleidet – ebenfalls zunächst befristet für ein Jahr – eine Vollzeitstelle und ist künftig als Hausmeister sowohl für den „Krug“ als auch für die neuen Mobilhäuser an der Straße „Am Brinkacker“ zuständig.

Und er fungiert dabei auch als Übersetzer: Er spricht arabisch und ist derzeit zudem dabei, persische Dialekte zu lernen, um besser mit afghanischen Flüchtlingen kommunizieren zu können. „Gerade in diesem Bereich sind Sprachmittler Mangelware“, weiß auch Sigrid Lemp, Leiterin des Fachbereichs II, Arbeit Familie und Soziales, im Rathaus.

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Sowohl Dieter Löcherbach als auch Mohamed El-ebweeni haben sich vorher bereits ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe in der Gemeinde engagiert. Löcherbach leistet den Bundesfreiwilligendienst mit wöchentlich 20,5 Stunden. „In Wirklichkeit sind es mehr“, sagt er und spricht da eher von 40 Stunden, die auch bei seinen Aufenthalten viermal die Woche im „Krug“ zusammenkommen.

Unterricht unterstützt

Der Wiefelsteder war 12 Jahre Zeitsoldat, studierte bei der Bundeswehr und war später Logistiker. Die Arbeit mit den Flüchtlingen macht ihm Spaß, sagt er. 64 Flüchtlinge sind derzeit im „Krug“ untergebracht – elf Familien ausschließlich aus Afghanistan und aus Syrien. „Die Leute vertragen sich“, sagt der Wiefelsteder, der den täglich stattfindenden Sprachunterricht zweier Dozenten unterstützt.

Sigrid Lemp sieht mit beiden „Neuzugängen“ in der Flüchtlingsbetreuung die Verwaltung mittlerweile gut aufgestellt. „Für uns ist das alles ja auch Neuland“, räumt sie ein. Zum Team gehören auch Alexandra Hechler, die sich bekanntlich um die Unterbringung der Flüchtlinge im Gemeindegebiet kümmert; Monika Schmacker, die die Einschulung der Kinder aus Flüchtlingsfamilien in alle Schulformen organisiert; Karsten Dettenbach und Hugo Blancke, die sich ebenfalls um die Bedürfnisse der Flüchtlinge vor Ort kümmern.

Quote mehr als erfüllt

Wie Sigrid Lemp abschließend erklärt, habe die Gemeinde ihre noch bis Ende Juli geltende Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen längst mehr als erfüllt. Wie die aktuellen Zahlen vom März ausweisen, sind 321 Asylbewerber in der Gemeinde untergebracht. Die größte Gruppe stellen Menschen aus Syrien (104), gefolgt von Flüchtlingen aus Afghanistan (78). Aus dem Irak sind derzeit 70 Menschen in der Gemeinde.

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