Bad Zwischenahn /Rostrup Nach dem vorläufige Rückzug des Antrags auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan der Palais am Meer GmbH & Co. KG ist die Zukunft des früheren Bundeswehrgeländes in Rostrup weiter offen. Der Käufer, hatte diesen Schritt, wie berichtet, in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung kund getan. Die hat daraufhin in Absprache mit dem Ausschussvorsitzenden den für den 24. Juni geplanten Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt abgesagt. In ihm sollte über die Pläne diskutiert, im anschließenden Verwaltungsausschuss über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan entschieden werden. Über das weitere Vorgehen berät die Verwaltung Mittwoch mit den Fraktionen.

Verschiebung gewünscht

Grundsätzlich bekräftigte der Käufer aber, an dem Projekt festhalten zu wollen: „Die Palais am Meer steht zu ihrem Wort und will das komplette Projekt mit der Gemeinde durchführen“, betonte Axel Arthur Schmidt, Planer des geplanten Resorts am Westufer des Zwischenahner Meeres. „Aufgrund der jetzigen Situation wollen wir das aber verschieben und haben das der Gemeinde auch mitgeteilt.“

Die NWZ  hatte zuvor über die Strafanzeige gegen eine Reihe von am Verfahren Beteiligter berichtet, darunter die Palais am Meer. Die spricht von haltlosen und vollständig unbegründeten Anschuldigungen und geht von einer schnellen Klärung aus.

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Kritik an Plänen

Derweil hat sich der so genannte ERFA-Kreis der Zwischenahner Hotellerie am Wochenende in einem offenen Brief an die Mitglieder des Rates und Bürgermeister Dr. Arno Schilling gewandt. Darin lehnen die Unterzeichner – Haus am Meer, Seehotel Fährhaus, Jagdhaus Eiden, NordWest-Hotels, Hotel Kämper, Hotel Hubertus und Landhaus Haake – die Pläne ab. „Das vorgestellte Konzept erscheint uns sehr unglaubwürdig“, heißt es. „Unser Eindruck verstärkt sich, dass ein Hotel auf diesem Gelände mit dem vorgestellten Konzept auf Dauer nicht rentabel zu führen ist.“ Die Hoteliers machen sich „ernsthafte Sorgen, um die allgemeine touristische Weiterentwicklung unserer Gemeinde und der umliegenden Ortschaften im Ammerland“ und äußern sich erstaunt über „den Sinneswandel des IFT-Gutachters“.

Auch die Architektur sowie das geplante Finanzierungsmodell werden kritisiert. „Für uns ist es ganz offensichtlich, dass die Investoren lediglich den Verkauf der Ferienhäuser bzw. Hotelappartements anstreben“, schreiben die Hoteliers. „Es wird dadurch schleichend eine Dauerwohnnutzung der Eigentümer nicht zu vermeiden sein.“ Den Gemeinderat rufen sie auf, das Konzept der PAM abzulehnen und die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) aufzufordern, „auf keinen Fall einer weiteren Fristverlängerung zuzustimmen“.

Infoveranstaltung

Ein „drohendes Aussitzen“ befürchtet derweil die Bürgerinitiative Bad Zwischenahn. „Dagegen müssen wir uns wehren“, so Sprecher Edgar Autenrieb zum am 30. Juni auslaufenden Rückgaberecht der Käufer für das Gelände. Die Bürgerinitiative kündigt „in Kürze eine öffentliche Veranstaltung“ an.

Auch die Lokale Agenda 21 richtet sich an Rat und Bürgermeister. Sie beklagt, dass das „Eckwertepapier im ausschließlichen Interesse der Investoren ausgelegt wird“. Höhe und Ausmaß der Bebauung seien mit den Vorgaben nicht in Einklang zu bringen. Die Planung gehe weiter in die falsche Richtung. Der Rat müsse „jetzt die Reißleine ziehen“.

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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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