Ammerland Seit Jahrzehnten wird am 8. März der Weltfrauentag gefeiert. Zu diesem Anlass werden die Themen Gleichberechtigung und Frauenrechte weltweit thematisiert. Die NWZ  hat mit Frauen aus dem Ammerland über diesen Tag gesprochen.

Als guten Anlass für Gespräche und Gedanken über Gleichberechtigung sieht Kirsten Jacobs den Aktionstag. Als Vorsitzende des Ortsbürgervereins Jeddeloh I bekomme sie häufig positive Reaktionen auf ihr Engagement als Frau an der Vereinsspitze. Persönlich habe sie nur Gleichberechtigung kennegelernt: „Ich musste mein Mofa genauso selbst reparieren wie meine Brüder.“ Im beruflichen Umfeld habe sie aber auch anderes erlebt, als „Quotenfrau“ lernte sie in den 1980er Jahren den Beruf der Vermessungstechnikerin. „Mein Chef hat mich zweieinhalb Jahre lang spüren lassen, dass ich nur eingestellt wurde, weil ich eine Frau war“, erinnert sich Jacobs. Deshalb findet sie den Weltfrauentag immer noch wichtig, um die Aufmerksamkeit auf das Thema Gleichberechtigung zu lenken.

Gleichberechtigung gefordert

Der Weltfrauentag (heute auch: Internationaler Frauentag) wurde in Deutschland erstmalig am 11. März 1911 gefeiert. Ziel der Initiative waren Gleichberechtigung, Frauen-Wahlrecht und Emanzipation.

Weltweit gibt es am 8. März zahlreiche Veranstaltungen, mit denen der internationale Frauentag gefeiert wird. Nach wie vor steht das Thema Gleichberechtigung im Mittelpunkt des Aktionstages.

Gesa Schaer-Pinne, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Wiefelstede, war doch erstaunt, wie viele Frauen am Dienstag in ihrem persönlichen Umfeld über den Internationalen Frauentag gesprochen haben. Sie hält den Tag nach wie vor für wichtig. Schließlich gebe es beispielsweise in der Berufswelt immer noch Ungleichheiten – auch bei der Bezahlung.

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Zudem gebe es viele Berufe, in denen Männer nur wenig vertreten seien, etwa bei den Erziehern oder in der Pflege. Auch seien die Gehälter in diesen wichtigen Berufen nicht so hoch: „Eine Familie kann damit nicht ernährt werden.“ Aber auch im ehrenamtlichen Bereich seien zumeist Frauen engagiert, sagt die Pfarrerin. Erfreulich sei jedoch, dass immer mehr Frauen als Pfarrerinnen arbeiten würden: „Diese Zahl steigt.“

„Für mich persönlich spielt der Internationale Frauentag nur eine untergeordnete Rolle“, sagte Inga Benavidez, Geschäftsführerin der Westersteder Touristik. In Deutschland habe man bereits vieles für die Gleichberechtigung von Frauen erreicht. In anderen Teilen der Welt sähe das jedoch ganz anders aus. Frauen hätten dort wenige oder gar keine Rechte und würden stark unterdrückt. Deshalb sei es wichtig, Frauenrechte einzufordern und insofern habe der Internationale Frauentag seine Berechtigung.

Kein großes Thema ist der Frauentag für Heike Thomas. Die Hoteldirektorin des „Haus am Meer“ in Bad Zwischenahn ist in ihrer Position zwar eher eine Ausnahme. Das liege aber weniger an der fehlende Qualifikation, sondern daran, dass „diese freizeitraubende Tätigkeit“ viele Frauen abschrecke. Grundsätzliche Vorurteile gegenüber Frauen in Führungspositionen habe sie bisher nicht ausmachen können. Denn: „Frauen stehen Männern in nichts nach.“

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